Insgesamt waren demnach vor dem Fährhafen Konstanz-Staad neun Boote von DLRG, Feuerwehr und Wasserschutzpolizei beteiligt. (Archivbild)
Silas Stein/dpa
Insgesamt waren demnach vor dem Fährhafen Konstanz-Staad neun Boote von DLRG, Feuerwehr und Wasserschutzpolizei beteiligt. (Archivbild)
Einsatz auf dem Bodensee

Polizei gibt Entwarnung – Niemand über Bord

Großer Einsatz auf dem Bodensee: Boote, Drohnen, Hubschrauber – und am Ende ist alles nur eine Täuschung? Was die Polizei zu dem Notruf sagt.

Zwei Stunden lang suchten Rettungskräfte nach einer angeblich vermissten Person auf dem Bodensee – nun gibt es Entwarnung. Der Grund ist laut Polizei, dass gar niemand vermisst wird. «Wir gehen davon aus, dass es tatsächlich keine vermisste Person gibt», hieß es aus dem Polizeipräsidium Einsatz in Göppingen. Es gebe keine Person, auf die die Beschreibung passen würde. 

Um aber sicherzugehen, geht nach Auskunft eines Polizeisprechers noch ein Tauchroboter ins Wasser. «Um das hundertprozentig abzuschließen», sagte er. Das Gerät suche den Seegrund nach Konturen ab. 

Wahrnehmungstäuschung als Auslöser für Suche

Der Bürger, der die Beobachtung am späten Sonntagabend gemacht haben will, eine Person sei über Bord einer Fähre auf Überfahrt von Meersburg nach Konstanz gegangen, habe wohl eine «Wahrnehmungstäuschung» erlitten. Nach jetzigen Erkenntnissen sei niemand von Bord gegangen, hatte eine Polizeisprecherin gesagt. 

Laut Polizei hat der Mann auf der Fähre eine Frau an einer Reling stehen sehen. Als er sich umgedreht habe, habe er ein Klatschen gehört. Es könnte sein, dass der Mann die Bugwelle als Wasserklatschen von einer Person wahrgenommen habe, sagte ein Polizeisprecher. 

Der Notruf sei von einer Fähre auf Überfahrt von Meersburg nach Konstanz ausgelöst worden, hatte die Polizei mitgeteilt. Die Meldung: Eine Person sei über Bord gegangen. Insgesamt waren demnach vor dem Fährhafen Konstanz-Staad neun Boote von DLRG, Feuerwehr und Wasserschutzpolizei beteiligt. Auch ein Polizeihubschrauber, mehrere Drohnen und ein Wasserspürhund wurden eingesetzt, hieß es weiter.

© dpa-infocom, dpa:260601-930-155970/3
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