Frank Schmidt erkämpfte sich mit seinen Heidenheimern einen Punkt gegen den VfB Stuttgart.
Harry Langer/dpa
Frank Schmidt erkämpfte sich mit seinen Heidenheimern einen Punkt gegen den VfB Stuttgart.
Heidenheim im Abstiegskampf

Remis als Mutmacher? Schmidt: «Brennt noch Licht im Keller»

Im Kampf gegen den Abstieg war mit der nächsten Pleite für die abgeschlagenen Heidenheimer zu rechnen. Doch das Spiel gegen den VfB wurde zum Spektakel. Am Ende war der Punkt zu wenig - oder?

Die Tabellensituation ist für den 1. FC Heidenheim auch weiterhin ernüchternd. Der Abstand des abgeschlagenen Schlusslichts auf den Relegationsrang beträgt immer noch sechs Punkte, die Sieglos-Serie in der Fußball-Bundesliga ist auf zehn Spiele angewachsen. Dennoch könnte das turbulente 3:3 (2:2) gegen den Champions-League-Aspiranten VfB Stuttgart ein Mutmacher für den Club von der Ostalb sein.

Schließlich war nicht damit zu rechnen gewesen, dass sich die Heidenheimer angesichts der Krise einen spannenden Schlagabtausch mit dem VfB liefern würden und am Ende auch hätten gewinnen können - zumal nach einem frühen 0:1-Rückstand

 FCH-Trainer Frank Schmidt tat sich schwer, einzuordnen, was der Punkt wert ist. «Was soll ich jetzt sagen? Es brennt noch Licht im Keller», sagte Schmidt, räumte aber auch ein: «Eigentlich helfen uns nur Siege.» Seine Mannschaft habe es mit ihren Mitteln «toll gemacht» und sich mit «unfassbarer Leidenschaft» einen Punkt gesichert, lobte der Coach. 

Wildes Hin und Her auf dem Platz

Kurios ging es in Hälfte eins zu, als der VfB das vermeintliche 2:1 erzielte. Dann sichtete Schiedsrichter Sascha Stegemann die Videobilder, erkannte das Tor der Gäste ab und entschied angesichts einer Strafraumszene unmittelbar zuvor auf Strafstoß für den FCH. Arijon Ibrahimovic verwandelte sicher. So führte der FCH plötzlich, statt zurückzuliegen. Kurz vor Schluss war der Außenseiter mit dem 3:2 von Sirlord Conteh sogar dicht dran am Sieg, kassierte aber noch den Ausgleich. 

«Das Spiel gibt uns Selbstvertrauen und hat uns gezeigt, dass wir auch gegen eine Mannschaft, die oben mitspielt, mithalten können», bilanzierte Eren Dinkci, der Heidenheims erstes Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 erzielt hatte.

Wegweisendes Abstiegsduell steht bevor

Die gleiche Einstellung wie gegen den Tabellenvierten fordert Schmidt nun im Keller-Duell am kommenden Samstag beim Vorletzten Werder Bremen. «Jetzt sollte man schon mal ein Spiel gewinnen, damit noch mal so ein richtiger Schub durch uns geht», sagte Schmidt. «Dann hat man schon die Fantasie weiterhin, dass wir bis zum Schluss die Chance haben, die Klasse zu halten.»

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