Schuster: «Das war zu wenig» – SC Freiburg sucht Torgefahr
Nur ein Schuss aufs Leipziger Tor: Der SC Freiburg sucht nach Lösungen für die Offensive. Was Spieler und Trainer nach der Niederlage fordern.
Nur ein Schuss aufs Leipziger Tor: Der SC Freiburg sucht nach Lösungen für die Offensive. Was Spieler und Trainer nach der Niederlage fordern.
Nach der ernüchternden Dienstreise nach Leipzig hatte Julian Schuster ein unerwartetes Thema auf dem Tisch. Denn beim verdienten 0:2 bei den Sachsen fiel nicht etwa die notdürftig zusammengesetzte Innenverteidigung negativ auf, sondern die erschreckend harmlose Offensive.
«Das müssen wir uns vorwerfen», sagte SC-Trainer Schuster. Man habe Räume nicht genutzt, war in den Standards zu harmlos. Dies spiegele sich in der Torgefahr wider. «Das müssen wir uns ankreiden, das war zu wenig.»
Drei harmlose Abschlüsse
Lediglich einen Schuss auf das Tor von Leipzig-Keeper Peter Gulacsi brachten die Freiburger bei insgesamt schon mageren drei Abschlüssen zustande. Statt mit einem Sieg und dem vierten Spiel ohne Niederlage an die internationalen Plätze heranzurücken, tritt der SC im Mittelfeld der Tabelle auf der Stelle.
Dabei war das Sorgenkind Schusters eigentlich die Defensive. Philipp Lienhart fehlt aufgrund einer Bauchmuskelverletzung ohnehin mehrere Wochen. Am Spieltag meldete sich dann in Matthias Ginter auch noch der zweite Stamm-Innenverteidiger mit einem Infekt ab.
Ogbus mit solidem Startelf-Debüt
Der Ex-Leipziger Anthony Jung und Startelf-Debütant Bruno Ogbus rückten ins Abwehrzentrum und erledigten ihren Job über weite Strecken ordentlich. Es spricht für den Freiburger Defensivverbund, dass Leipzig nur durch zwei Standards zu Toren kam. «Insgesamt war es keine gute zweite Halbzeit, das müssen wir einfach besser machen», sagte Maximilian Eggestein.
Natürlich fanden sie beim SC auch Dinge, die Hoffnung für das Spiel beim FC Augsburg am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) geben. «Wichtig war, dass wir uns nach dem 0:2 gefangen haben und uns nicht irgendwie abschlachten lassen», sagte Kapitän Christian Günter. «Wir werden viel aus dem Spiel mitnehmen. Mit dem Ball müssen wir das eine oder andere besser machen.» Ob Ginter am Sonntag wieder dabei sein kann, ist offen.
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