Trotz guter Leistung verloren: Freiburgs Trainer Julian Schuster.
Tom Weller/dpa
Trotz guter Leistung verloren: Freiburgs Trainer Julian Schuster.
Fußball-Bundesliga

«Sehr, sehr beschissen»: Freiburg-Frust nach dem Drama

Die Last-Minute-Niederlage gegen die Bayern schmerzt den SC Freiburg. Trainer Julian Schuster würde «am liebsten wegrennen». Doch das nächste Highlight-Spiel wartet schon.

Eigentlich wollte Julian Schuster nur noch weg. «Ich merke schon, dass in mir auch noch der kleine Junge drinsteckt, der am liebsten wegrennen und heulen würde», sagte der Trainer des SC Freiburg nach der bitteren 2:3 (0:0)-Niederlage gegen den FC Bayern München. Da er aber eben kein kleiner Junge mehr ist, sondern Coach eines Fußball-Bundesligisten, stand er nach dem Drama vom Samstag Rede und Antwort. Und er sei sich sicher, so Schuster, dass er es zeitnah auch ausreichend aufgearbeitet haben würde.

Günter: Maßstab für die nächsten Wochen

Näher an einem Sieg gegen die Bayern waren die Freiburger selten dran. Entsprechend groß waren der Frust und die Enttäuschung nach der neuerlichen Niederlage gegen den Rekordmeister. Das tue schon weh, sagte Schuster. «Es fühlt sich sehr, sehr beschissen an», meinte Stürmer Igor Matanovic.

Man werde den Rückschlag aber auch zügig abhaken und freue sich bereits auf das nächste Highlight, erklärte Kapitän Christian Günter: Am Donnerstag geht es im ersten Europa-League-Viertelfinale der Clubhistorie gegen Celta Vigo. Die Leistung gegen die Münchner soll nicht nur ein Mutmacher sein, sondern nach Günters Meinung möglichst auch der «Maßstab» für die kommenden Wochen.

Matanovic hadert mit Schiedsrichter-Leistung

70, 80 Minuten lang hatten die Freiburger gegen den Rekordmeister eine richtig gute Leistung gezeigt. Es habe «alles sehr lange sehr gut ausgesehen», meinte Trainer Schuster. Dann sorgten Bayerns Youngster Tom Bischof (81./90.+2) und Lennart Karl (90.+9) mit ihren Toren doch noch für die späte Wende. 

Über die achtminütige Nachspielzeit hatten sich die Badener gewundert. Noch mehr darüber, dass sie letztlich sogar länger ging. Es sei aber «mühsam, darüber zu diskutieren», sagte Schuster. Der eingewechselte Matanovic fand die Leistung von Schiedsrichter Daniel Siebert insgesamt «echt nicht gut», Verteidiger Günter wollte sich lieber erst gar nicht dazu äußern. 

Wieder nach 2:0-Führung verloren

Wie schon im Hinspiel hatten die Freiburger 2:0 geführt, wieder standen sie am Ende mit leeren Händen da. Zwar gab es nach den Toren von Johan Manzambi (46.) und Lucas Höler (71.) diesmal keine 2:6-Klatsche, sondern nur eine knappe 2:3-Schlappe. Auf die gezeigte Leistung gegen «eine der besten Mannschaften Europas» könne man sogar «stolz» sein, meinte Routinier Günter. An das Gefühl gewöhnen wollen sie sich im Breisgau trotzdem nicht.

«Wir gehen mit 120 Prozent rein», kündigte Angreifer Matanovic vor dem Europapokal-Hit gegen Celta Vigo an. Wenn man so couragiert spiele wie gegen die Bayern, könne man das Team aus Spanien «auf jeden Fall schlagen».

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