Der Höhepunkt der Hitzewelle wird für Samstag erwartet. (Symbolfoto)
Thomas Warnack/dpa
Der Höhepunkt der Hitzewelle wird für Samstag erwartet. (Symbolfoto)
Wetter

Südwesten schwitzt weiter - hier können jetzt Rekorde kippen

Ist das der heißeste Juni-Monat aller Zeiten? Der Wetterdienst erwartet neue Allzeit-Höchstwerte. Was das für einzelne Regionen bedeutet - und wann endlich die Abkühlung kommt.

Baden-Württemberg ächzt unter der Hitzeglocke und steuert auf einen neuen Temperaturrekord zu. Die Temperaturen steigen nach einer Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bis zum Wochenende von Tag zu Tag. «Am Samstag kommt dann der Höhepunkt der Hitzewelle samt neuer Hitzerekorde», kündigte der DWD an.

«Wir werden verbreitet einen Allzeit-Höchstwert für den Monat Juni sehen, das ist zu 99 Prozent wahrscheinlich», sagte DWD-Experte Kai-Uwe Nerding der Deutschen Presse-Agentur. Besonders heiß werde es nördlich von Karlsruhe, in der Kurpfalz sowie im Breisgau. «Es geht aber am Samstag auch bis rüber an die Tauber», hieß es weiter. Selbst im Bergland und im Allgäu werde die Temperatur auf bis zu 35 Grad steigen.

Noch nie 40 Grad im Juni in Deutschland

Temperaturen von 40 Grad im Juni hat es in Deutschland noch nie gegeben. Heißer als 39,6 Grad - gemessen am 30. Juni 2019 in Bernburg (Sachsen-Anhalt) - war es in diesem Monat bislang nicht. Der bisherige Juni-Rekord für Baden-Württemberg liegt bei 38,9 Grad, aufgestellt am 30. Juni 2019 in Mannheim.

Sogar der höchste in Baden-Württemberg jemals gemessene Wert könnte fallen: «Das wird aber knapp», sagte Nerding. Diesen Rekord hält nach DWD-Messungen bislang Bad Mergentheim: Dort wurden am 20. Juli 2022 40,4 Grad gemessen.

Tropische Nächte am Oberrhein

Auch nachts kühlt es nach der Tageshitze kaum ab - Wetterexperten sprechen von tropischen Nächten. Vor allem entlang des Oberrheins sinken die Temperaturen laut DWD teils nicht unter 20 bis 24 Grad. Wohnungen und Gebäude können kaum noch auskühlen. Neue Wärmerekorde bei der Tiefsttemperatur seien zu erwarten, sagte der DWD-Meteorologe.

Erst am Sonntag ziehen Wolken auf; der DWD erwartet auch Gewitter. «Aber so richtig abkühlen wird es erst, wenn die Gewitterlinie in der Nacht zum Montag durchgezogen ist», so Nerding.

© dpa-infocom, dpa:260624-930-272707/2
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