Die Verantwortlichen des FC Bayern indes hatten schon im Juni ihr Interesse an Woltemade bekundet. Auch der Spieler selbst hinterlegte beim VfB frühzeitig seinen Wechselwunsch und war sich mit den Münchnern bereits einig.
In den vergangenen Wochen war die Causa Woltemade ein beherrschendes Thema auf dem Transfermarkt. Mit mehreren - aus VfB-Sicht zu niedrigen - Angeboten blitzte der deutsche Rekordmeister bei den Schwaben ab.
Wechsel-Thema schien schon erledigt
Rund um den Supercup, den die Münchner vor zwei Wochen in Stuttgart gewannen, hatten die VfB-Bosse Alexander Wehrle und Fabian Wohlgemuth das Thema zumindest ihrer Meinung nach weitgehend abgeräumt. Woltemade werde auch in dieser Saison für den VfB spielen, beteuerten Vorstandschef und Sportvorstand unisono. Auch in den Tagen danach wichen sie nicht davon ab.
Nun folgte die Wende. «Nachdem wir einen Transfer von Nick in der laufenden Transferperiode lange Zeit ausgeschlossen hatten, haben sich die Rahmenbedingungen kurzfristig in einer solchen Größenordnung verändert, dass wir im Sinne unserer Gesamtverantwortung für den VfB Stuttgart – bei allem Wissen um Nicks sportlichen Wert – nun doch einem Verkauf zugestimmt haben», begründete Wehrle die Entscheidung der VfB-Führung.
Woltemade hatte durch seine furiose vergangene Saison, in der er auch zum A-Nationalspieler und zum EM-Star beim Final-Einzug der deutschen U21 aufstieg, das Interesse vieler Topclubs geweckt. In München sollte er nicht nur langfristig ein Erfolgsgarant für die Offensive um Starstürmer Harry Kane (31) werden, sondern auch kurzfristig den schwer verletzten Jamal Musiala ersetzen.
VfB holte Woltemade ablösefrei
Woltemade, dessen Abgang VfB-Trainer Sebastian Hoeneß als «herben Verlust» bezeichnete, war vergangenen Sommer ablösefrei von Werder Bremen zum VfB gekommen. Der Angreifer wurde zunächst nicht in den Champions-League-Kader berufen, startete im weiteren Saisonverlauf aber durch. In Summe kam er für die Schwaben in 29 Bundesliga-Spielen auf zwölf Tore. In Stuttgart stand Woltemade ursprünglich noch bis 2028 unter Vertrag - ohne Ausstiegsklausel.
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