Fahrgäste im Nahverkehr können vorerst aufatmen: In den kommenden Tagen wird es keine Warnstreiks in großen Städten im Südwesten geben. «Wir werden bis zur nächsten vereinbarten Verhandlungsrunde am 9. März nicht zu Warnstreiks aufrufen», sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Die Gespräche am Montag seien konstruktiv verlaufen.
Bus- und Bahnfahrer in Baden-Württemberg hatten zuletzt Anfang Februar einen Tag lang ihre Arbeit niedergelegt. Betroffen waren Stuttgart, Karlsruhe, Heilbronn, Freiburg, Baden-Baden, Esslingen und Konstanz. Busse und Bahnen standen dort daraufhin weitgehend in den Depots.
Der Hintergrund sind Verhandlungen über neue Manteltarifverträge für die kommunalen Nahverkehrsbetriebe, die aktuell in fast allen Bundesländern geführt werden. In Baden-Württemberg arbeiten in dem Bereich rund 6.700 Menschen. Verdi hatte bereits in der vergangenen Woche zu bundesweiten Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) aufgerufen - im Südwesten wurde allerdings nicht gestreikt.
Verdi fordert höhere Zuschläge
In den Gesprächen zwischen Verdi und dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) geht es nicht um höhere Löhne, sondern um den Manteltarifvertrag - und damit die Arbeitsbedingungen. Verdi fordert unter anderem höhere Zuschläge für Überstunden, Nacht- und Wochenendarbeit sowie Zulagen entsprechend der jeweiligen Entgeltstufe. Die Arbeitgeber verwiesen zuletzt immer wieder auf die angespannte Finanzlage der Kommunen.
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