Höhenflug vorerst gestoppt: Patrick Osterhage (l) verliert mit dem SC Freiburg auch in der Conference League.
Philippe Magoni/AP/dpa
Höhenflug vorerst gestoppt: Patrick Osterhage (l) verliert mit dem SC Freiburg auch in der Conference League.
Fußball-Bundesliga

«Viel zu billig»: Freiburger Frust vor Festtag gegen Bayern

Vor dem Heimspiel gegen den Fußball-Rekordmeister rutscht der SC Freiburg in sein erstes kleines Tief. Trainer Julian Schuster ärgern beim 0:3 in Monaco vor allem die einfachen Gegentore.

Als die Frage zum FC Bayern kam, fiel die Antwort von Julian Schuster kurz und schmerzlos aus. «Wäre sehr gut, wenn wir das dann besser machen», sagte der Trainer des SC Freiburg nach dem bitteren 0:3 in der Conference League bei der AS Monaco bei RTL. Kurz vor dem Topspiel in der Fußball-Bundesliga gegen den Spitzenreiter am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) ist der Sport-Club in sein erstes kleines Saisontief gerutscht. «Der Lauf ist definitiv unterbrochen für den Moment», gab Schuster unumwunden zu.

Die zweite Pflichtspiel-Niederlage in Folge nach dem 1:2 bei Bayer Leverkusen löst beim Tabellendritten, der nur einen Punkt hinter den Münchnern liegt, zwar längst keine größeren Sorgen aus. Die berechtigten Hoffnungen, in dieser Saison gegen Topteams besser bestehen zu können als in den vergangenen Jahren, haben sich aber erst mal nicht erfüllt. 

«Je größer die Qualität des Gegners ist, umso wichtiger ist, dass bei uns sehr vieles dann eben auch gut läuft, und dafür war die Leistung heute nicht gut genug», rügte Schuster sein Team nach dem Monaco-Spiel. Paris Brunner (45. +2 Minute) mit einer feinen Einzelaktion, Lamine Camara (83.) und Ansu Fati (90.+2) hatten mit ihren Toren für klare Verhältnisse gesorgt.

Beste moniert: «Zu körperlos»

Der Sport-Club hielt spielerisch zwar mit. Offensiv fehlte über 90 Minuten hinweg aber eine zündende Idee - und defensiv zu oft der Zugriff. «Vor allem am Anfang waren wir zu wenig in den Duellen drin, auch ein Stück weit unerklärlich», ärgerte sich Schuster. Solche fatalen Muster darf sich seine Elf gegen das Münchner Starensemble um Harry Kane und Michael Olise natürlich noch weniger erlauben, wenn der große Coup gelingen soll.

Außenbahnspieler Jan-Niklas Beste sah es ähnlich. Ein paar Abstimmungsprobleme habe es in Hälfte eins gegeben, Dinge, «die nicht so geklappt haben, wie wir uns das vielleicht vorgestellt haben», erklärte der 27-Jährige. «Zu körperlos» in den Zweikämpfen, monierte er. Dass der auf der Sechser-Position so wichtige Yannik Engelhardt nach einer Viertelstunde angeschlagen vom Platz musste, erklärte dies nur bedingt.

Viel zu einfach fiel etwa das 0:1, als die Freiburger im Mittelfeld das Kopfballduell nach einem eigenen Abstoß scheuten. Prompt kam der Ball zurück, landete bei Brunner, der daraufhin Innenverteidiger Max Rosenfelder mit einem Lupfer düpierte und stark vollendete. «Einfach ein geschenktes Tor. Das ist ein Abstoß, keiner geht zum Ball», monierte Beste. «Viel zu billig», schimpfte Stürmer Igor Matanovic.

Schuster: «Natürlich unglaublich ärgerlich»

«Das ist eben halt der Unterschied, wenn du die Duelle dann eben auch annimmst oder dann eben gewinnst oder verlierst», sagte Schuster. «Den Anspruch haben wir auch, dass er das natürlich besser verteidigen kann im eins gegen eins», ergänzte er mit Blick auf den im Zweikampf wenig robusten Rosenfelder. «Das Tor ist natürlich unglaublich ärgerlich, vor allem auch was den Zeitpunkt natürlich angeht.»

Vor dem 0:2 unterlief Matanovic im Mittelfeld ein folgenschwerer Fehlpass, beim nicht mehr entscheidenden 0:3 ließ sich Innenverteidiger Matthias Ginter täuschen. «Und das ist dann schon ärgerlich, gehst hier mit 3:0 von der Platte, so deutlich war es dann nicht», sagte Schuster.

Immerhin einen positiven Aspekt durfte er aus dem Fürstentum mit in den Breisgau nehmen: «Es tut weh, aber wer weiß, für was dann Niederlagen auch immer wieder gut sind», referierte er. «Dann brauchst du vielleicht mal so eine auf die Mütze und kriegst vielleicht das eine oder andere zu viel. Das kann dem einen oder anderen auch für die nächsten Spiele dann auch helfen.» Ob Schuster dabei schon an die Herkulesaufgabe gegen den FC Bayern dachte, sagte er nicht.

Von David Joram, dpa
© dpa-infocom, dpa:261023-930-880893/1
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

TOPIC & FIREBOY DML & NICO SANTOS mit BODY

RADIO REGENBOGEN

RADIO REGENBOGEN


Es läuft:
TOPIC & FIREBOY DML & NICO SANTOS mit BODY