Said El Mala wird zur Halbzeit eingewechselt - und trifft sofort.
Harry Langer/dpa
Said El Mala wird zur Halbzeit eingewechselt - und trifft sofort.
Fußball-Bundesliga

Youngster El Mala rettet Köln Punkt in Heidenheim

Drei Tore in elf Minuten, ein Traumtor und ein Toptalent wieder als entscheidender Faktor: Wie der 1. FC Köln in Heidenheim zum Remis kommt. Die Sieglos-Serie hält vor dem Heimspiel-Kracher an.

Die Ergebniskrise des 1. FC Köln setzt sich auch im neuen Fußballjahr fort. Zum Auftakt nach der Winterpause kam der Aufsteiger nicht über ein 2:2 (1:2) beim stark abstiegsgefährdeten 1. FC Heidenheim hinaus und ist damit nun schon seit sieben Bundesliga-Spielen sieglos.

Nach einem Pausen-Rückstand rettete immerhin das erst zur Halbzeit eingewechselte Toptalent Said El Mala den Kölnern das Remis (48. Minute). In der ersten Hälfte waren die Heidenheimer dank eines Traumtors von Marvin Pieringer (15.) und Julian Niehues (26.) zweimal in Führung gegangen. Eric Martel hatte das zwischenzeitliche 1:1 erzielt (18.).

Den Ostalb-Club hielten die Kölner vor dem komplizierten Heimspiel am Mittwochabend gegen den in der Fußball-Bundesliga dominanten FC Bayern München mit fünf Punkten Vorsprung immerhin auf Distanz. Der FCH hatte sich zum Neustart mehr ausgerechnet und steht am Dienstag in Mainz vor dem nächsten wegweisenden Auftritt im Abstiegskampf.

Drei Tore binnen elf Minuten

Das Spiel in Heidenheim habe wegen der engen Tabellensituation eine «gewisse Brisanz», hatte Kwasniok zuvor gesagt. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und leichtem Schneefall waren zunächst die Gäste, die direkt aus dem Spanien-Trainingslager angereist waren, näher dran an der Führung. Das 1:0 aber erzielten die Gastgeber – und wie! 

Nach einer Flanke von Jan Schöppner traf Pieringer mit dem Rücken zum Tor - halb im Fallen, halb per Fallrückzieher. Selbst seine Teamkollegen hielten sich verblüfft die Hand vor den Mund. Diese sehenswerte Aktion war der Auftakt zu einer turbulenten Phase mit drei Toren in elf Minuten. Nach einem Kopfball-Aufsetzer von Verteidiger Martel war auch Heidenheims Torhüter Diant Ramaj geschlagen, der bei Kölner Chancen zuvor glänzend reagiert hatte. 

Doch die Truppe von Trainer Frank Schmidt ließ sich vom Ausgleich nicht beeindrucken. Niehues setzte nach einem Eckball und einem zunächst abwehrten Schuss erfolgreich nach. Ausgerechnet von Kölns Neuzugang Jahmai Simpson-Pusey sprang der Ball ins Tor. Der Defensivspieler gab wie Sturm-Talent Fynn Schenten sein Debüt.

Kwasniok hält sich bedeckt bei Entscheidung über Waldschmidt

Auf Luca Waldschmidt – ebenso wie auf Florian Kainz - hatte FC-Trainer Kwasniok dagegen komplett im Aufgebot verzichtet. Spieler aus dem Kader zu streichen, sei Teil seines Jobs, über die Gründe werde intern gesprochen, erklärte Kwasniok vor Anpfiff bei DAZN. «In Zukunft Gas» zu geben, biete «beste Chancen», auch wieder Teil des Kaders zu sein.

Seine Kölner durften sich glücklich schätzen, angesichts der Gelegenheiten von Arijon Ibrahimovic und Sirlord Conteh nicht vor der Pause noch weiter ins Hintertreffen zu geraten.

El Mala kommt und trifft

Seit dem 2. November (4:1 gegen den Hamburger SV) sind die Kölner in der Bundesliga ohne Erfolg - und waren nach dem Seitenwechsel bemüht, diesen Negativtrend zu stoppen. El Mala brachte nicht nur wegen seines Treffers zum 2:2 Schwung ins Kölner Spiel. Nach seiner Einwechslung brauchte der Youngster nur zwei Minuten, um sich mit seinem Treffer aus der Distanz in den Fokus zu spielen. 

Anschließend verfehlte Jakub Kaminski nur knapp, Ragnar Ache scheiterte an FCH-Keeper Ramaj. Die Partie blieb bis zum Schluss spannend und hätte sich noch in beide Richtungen entwickeln können. Ramaj verhinderte in der Schlussphase vor 15.000 Zuschauern den Kölner Siegtreffer.

Von Kristina Puck, dpa
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