Doku zu Ex-Starunternehmerin legt starken Kinostart hin
Einst galt Elizabeth Holmes als gefeierte Gründerin, dann wurde sie wegen Betrugs an Investoren verurteilt. Die Doku begleitet sie kurz vor Haftantritt – und trifft damit offenbar einen Nerv.
Einst galt Elizabeth Holmes als gefeierte Gründerin, dann wurde sie wegen Betrugs an Investoren verurteilt. Die Doku begleitet sie kurz vor Haftantritt – und trifft damit offenbar einen Nerv.
Mit einem überraschend starken Kinostart sorgt eine Dokumentation über die inhaftierte Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes für Schlagzeilen. Am ersten Wochenende hat «You Can See Everything» von Nathan Fielder und Lance Oppenheim 15 Millionen US-Dollar in 855 Kinos in Nordamerika eingespielt, wie aus Zahlen des Branchenportals «Boxoffice Mojo» hervorgeht. Das sei der beste Dokumentarfilmstart in Nordamerika ohne Konzertfilme seit mehr als 20 Jahren, berichteten mehrere US-Medien übereinstimmend.
Holmes war Gründerin und Chefin des Start-ups Theranos, mit dem sie Bluttests zu revolutionieren versprach. Bei Theranos reichten angeblich nur wenige Tropfen Blut auch für komplexe Tests. Holmes wurde gefeiert, Theranos erreichte in Finanzierungsrunden eine Bewertung von neun Milliarden Dollar. Holmes wurde damit auf dem Papier zur Milliardärin. Doch dann stellte sich heraus, dass die Technologie nicht funktionierte. Holmes und ihr Top-Manager Ramesh Balwani wurden wegen des Vorwurfs verurteilt, Investoren gezielt hinters Licht geführt zu haben.
Holmes ging 2023 ins Gefängnis. Nach aktuellen Angaben der US-Gefängnisverwaltung soll sie Ende Februar 2030 entlassen werden. Die Doku beginnt einen Monat vor dem Haftantritt.
Ein Datum für den deutschen Kinostart ist bislang nicht bekannt.
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