Werner Herzog wird neuen Spielfilm nicht in Cannes zeigen
Die deutsche Regie-Größe Werner Herzog hat einen neuen Spielfilm gedreht, doch in Cannes wird «Bucking Fastard» nicht laufen. Warum ist der Filmemacher bei dem Festival nicht dabei?
Die deutsche Regie-Größe Werner Herzog hat einen neuen Spielfilm gedreht, doch in Cannes wird «Bucking Fastard» nicht laufen. Warum ist der Filmemacher bei dem Festival nicht dabei?
Der preisgekrönte Regisseur Werner Herzog (83), Macher von Filmen wie «Nosferatu - Phantom der Nacht», «Fitzcarraldo» und «Grizzly Man», wird seinen neuen Spielfilm «Bucking Fastard» nicht in Cannes vorstellen. Sein langjähriger Manager David Gersh bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur einen entsprechenden Bericht des Branchenblatts «Variety». Demnach schlug Herzog die Einladung nach Cannes aus, weil ihm das Festival keinen Platz in der prestigeträchtigen Wettbewerbs-Sparte angeboten hatte.
Die 79. Filmfestspiele an der Croisette finden vom 12. bis 23. Mai statt. Mehr als 20 Filme sind im Wettbewerb, darunter das Krimi-Drama «Paper Tiger», der vom Spanier Pedro Almodóvar gedrehte Streifen «Bitter Christmas» und «Das geträumte Abenteuer» der deutschen Regisseurin Valeska Grisebach.
Herzog dreht mit Rooney und Kate Mara
Herzog habe gehofft, dass seine Hauptdarstellerinnen Rooney Mara und Kate Mara im Wettbewerb für Preise infrage kommen könnten, schrieb «Variety» unter Berufung auf eine Quelle aus dem Umfeld des Regisseurs. In «Bucking Fastard» spielen die Schwestern Rooney (41, «Verblendung», «Carol») und Kate (43, «Der Marsianer») eng miteinander verbundene Zwillinge, die durch ungewöhnliches Verhalten auffallen. Auch Orlando Bloom und Domhnall Gleeson gehören zur Besetzung.
Kate Mara sprach 2025 im Interview mit «Variety» über die Mitarbeit an dem Film und bezeichnete diese als «eine der großartigsten Erfahrungen überhaupt». Es gebe weltweit niemanden wie Werner Herzog, sagte die Schauspielerin. Obendrein noch mit ihrer Schwester zu arbeiten, sei etwas, «wovon man nur träumen kann».
Herzog wurde 1942 in München geboren und zählt zu den bedeutendsten und einflussreichsten Filmemachern. Bekannt ist er für seine stetige Suche nach starken Persönlichkeiten und außergewöhnlichen Geschichten. Im vorigen Jahr stellte er den Dokumentarfilm «Ghost Elephants» vor. Sein letzter Spielfilm «Family Romance, LLC» erschien 2019 und wurde damals in Cannes in der Reihe «Special Screenings» gezeigt.
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