Künstler Mack (95): Alt bin ich nur beim Blick in Spiegel
Täglich Gymnastik, monumentale Kunstwerke und kein bisschen leise: Wie der ZERO-Mitbegründer Heinz Mack mit Humor auf seine 95 Jahre blickt.
Täglich Gymnastik, monumentale Kunstwerke und kein bisschen leise: Wie der ZERO-Mitbegründer Heinz Mack mit Humor auf seine 95 Jahre blickt.
Täglich eine halbe Stunde Gymnastik und morgens und abends Arbeit im Atelier - Der ZERO-Künstler Heinz Mack ist auch im hohen Alter noch fit. Am 8. März wird der Mitbegründer der avantgardistischen ZERO-Künstlergruppe 95 Jahre alt.
Das Alter nimmt Mack mit Humor: «Obwohl ich de facto alt bin, fühle ich mich nicht so, es sei denn, ich schaue in den Spiegel, setze mein Gebiss ein und die Hörgeräte auf - und eine Lesebrille brauche ich auch», verriet er der Deutschen Presse-Agentur in einem schriftlich geführten Interview.
Einer der letzten ZERO-Zeitzeugen
Seine anfänglichen Weggefährten Otto Piene und Günther Uecker leben nicht mehr - und Mack vermisst sie. Nun sei er einer der letzten Zeitzeugen der ZERO-Phase.
Angst vor dem Tod habe er nicht, aber er könnte sich auch vorstellen, 100 Jahre alt zu werden, sagt Mack. «Einhundert Jahre alt zu werden, ist ja heute nicht so gänzlich außergewöhnlich.» Offen spricht er aber auch aus: Ein Pflegefall für seine jüngere Frau und seine Tochter wolle er nicht werden.
Mack und sein Studienkollege Otto Piene (1928-2014) hatten Ende der 50er Jahre die ZERO-Gruppe begründet, der sich später auch Günther Uecker (1930-2025) anschloss.
Die ZERO-Bewegung markierte einen Neubeginn in der Kunst und einen Bruch mit Konventionen. Ihre avantgardistische Ästhetik beeinflusst Künstler bis heute. Macks Lichtrotoren, Raster, Farbprismen, Spiegelobjekte und glitzernde Stelen gelten heute als Klassiker der Nachkriegskunst.
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