Bereits 2005 hatte Minogue mitgeteilt, an Brustkrebs erkrankt zu sein, und ihre damalige Welttournee unterbrochen. Die Diagnose führte zu einer weltweiten Welle der Anteilnahme und löste in ihrer Heimat den sogenannten «Kylie-Effekt» aus, da sich die Zahl der Brustkrebsvorsorge-Untersuchungen massiv erhöhte. Anders als damals sei sie bei der zweiten Diagnose aber nicht in der Lage gewesen, der ganzen Welt von der Erkrankung zu erzählen, berichtet sie in der Dokumentation. Mehrmals versagt ihr dabei die Stimme.
Öffentliche Kritik und eine große Liebe
Auch den Jahren der Beschimpfungen widmet die Doku Platz, in denen Kylie als «singender Wellensittich» ohne Tiefgang und Talent abgestempelt wurde - vor allem zu Beginn ihrer Musikkarriere in den späten 1980er Jahren. Damals war sie durch ihre Rolle der Charlene Robinson in der australischen Fernsehserie «Neighbours» international bekannt geworden. In der Soap spielte auch Jason Donovan mit, mit dem Kylie 1988 das Duett «Especially For You» einspielte.
Heute gilt sie als eine der erfolgreichsten australischen Künstlerinnen aller Zeiten. «Auf der Bühne macht das Leben für mich Sinn», sagt sie und erzählt, wie viel ihr Musik schon von Kindesbeinen an bedeutet hat.
«Kylie» ist eine sehr persönliche und intime Doku und zeigt die Frau hinter den Superhits. Es geht um den Umgang mit öffentlicher Kritik, persönlichen Verlusten und Krankheit, aber auch um ein Leben im Scheinwerferlicht und Selbstzweifel.
Und es geht um eine große Liebe: Unter Tränen berichtet sie von ihrer Beziehung zum Frontmann der legendären australischen Band INXS, Michael Hutchence (1960-1997). Sie suche wahrscheinlich noch immer nach einem Mann wie ihm, gesteht sie - habe ihn aber nie gefunden.
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