US-Model Ashley Graham sieht gerade schwierige Zeiten für die Körperakzeptanz-Bewegung. «Das ist wirklich entmutigend», sagte die 38-Jährige dem Magazin «Marie Claire». «Es gab eine Bewegung hin zu Körperakzeptanz, Positivität und der Idee, dass jeder so sein darf, wie er möchte. Und jetzt geht es wieder in die völlig entgegengesetzte Richtung, was sich wie ein Schlag ins Gesicht für die Frauen anfühlt, die das Gefühl hatten, eine Stimme zu haben.»
Doch auch den aktuellen Trend von Abnehmspritzen und wieder zunehmend einheitlich sehr schlanken Körpern auf den Laufstegen sieht Graham nicht als völligen Rückschritt. «GLP-1-Präparate sind eine Modeerscheinung», erklärte das Model, das sich seit vielen Jahren für Selbstakzeptanz und gegen ausgrenzende Schönheitsideale einsetzt. «Ich weiß, dass es Frauen gibt und auch weiterhin geben wird, die für immer als Plus-Size gelten.» Graham resümiert: «Dieses Medikament wird nicht eine ganze Gruppe von Frauen auslöschen.» Auch habe sich in der Modebranche doch insgesamt einiges für Frauen mit Übergröße getan.
Daneben blickt Graham mit Hoffnung auf eine selbstbewusste neue Generation: Plus-Size-Influencer etwa seien «überall präsent – mit ihren Größen, ihren Proportionen, ihrem Aussehen und ihrer Nahbarkeit», sagte sie. «Und für mich ist das das Coolste an der ganzen Sache. Zu sehen, wie diese Mädchen, die schon in so jungen Jahren mit den sozialen Medien aufgewachsen sind, nun auf die Bühne treten und eine Plattform haben, um der jüngeren Generation zu sagen: "Sei du selbst, sei, wer du sein willst. Wenn du Cellulite hast, wen interessiert das schon?"»
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