In dem Interview bezeichnete Brand sich allerdings als egoistisch und räumte ein, Frauen ausgenutzt zu haben. Im Alter von 30 Jahren habe er etwa auch Sex mit einer 16-Jährigen gehabt, behauptete er. Mit seinem Verhalten habe er allerdings nicht gegen das Gesetz verstoßen, da das Alter der sexuellen Einwilligungsfähigkeit in Großbritannien bei 16 Jahren liege. Als 30-Jähriger sei er unreif und ein ganz anderer Mensch gewesen.
Brand: Keine «strafrechtliche Angelegenheit»
Dennoch habe ein starkes Machtgefälle bestanden, was häufig der Fall sei, «wenn man ein berühmter Mann ist, der die Fähigkeit hat, Frauen anzuziehen», so Brand. «Ich halte das für ausbeuterisch», sagte er weiter. Dass es dabei jedoch auch zu einer «strafrechtlichen Angelegenheit» gekommen sei, weise er entschlossen zurück. «Tatsächlich wurde die Zustimmung gelenkt. Das ist es, was Berühmtheit und Charisma einem ermöglichen», sagte er weiter.
Der Nachrichtenagentur PA zufolge beginnt der Prozess gegen Brand am 12. Oktober vor dem Southwark Crown Court. Russell Brand lebt demnach in den USA, bis zu seinem Prozess ist er gegen Kaution auf freiem Fuß.
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