Er schätzte Krug als Kollegen und Freund: Charles Brauer. (Archivbild)
Wolfgang Langenstrassen/dpa
Er schätzte Krug als Kollegen und Freund: Charles Brauer. (Archivbild)
Ex-«Tatort»-Kommissare

Zehnter Todestag: Brauer denkt täglich an Manfred Krug

Sie brachten Jazz in den «Tatort» – und fanden eine Freundschaft, die selbst für beide überraschend war. 2016 starb Manfred Krug, doch Charles Brauer erinnert sich bis heute an ihn.

Zehn Jahre nach dem Tod von Schauspieler Manfred Krug trauert sein damaliger Tatort-Partner Charles Brauer immer noch um seinen einst engen Freund. «Er fehlt mir und es gibt jeden Tag einen Moment, an ihn zu denken», sagt Brauer (91) der Deutschen Presse-Agentur. 

Die beiden ermittelten von 1986 bis 2001 im Hamburger Tatort gemeinsam. Sie gingen als «Swinging Cops» in die Tatort-Geschichte ein, weil die beiden Jazz-Liebhaber es immer wieder schafften, Musikeinlagen im Drehbuch unterzubringen. Manfred Krug starb am 21. Oktober 2016 im Alter von 79 Jahren.

Eine enge Freundschaft

«Für uns alte Herren war es verwunderlich, dass uns noch eine so vertraute enge Freundschaft geschenkt wurde», sagt Brauer. Er schätzte Krug auch als Schauspieler: «Von sehr, sehr guten anderen Schauspielern hat ihn kaum etwas unterschieden, außer dass er musikalischer war als die meisten.»

Brauer, der unter anderem als Hörbuchsprecher die Bücher von John Grisham vertont, ist ab Ende November mit «Weihnachtlichen Erinnerungen an Manfred Krug» auf Tournee. Start ist am 27. November in Halberstadt (Sachsen-Anhalt). Brauer liest und wird von Jazzsängerin Uschi Brüning sowie Musikern begleitet, die schon mit Manfred Krug auf der Bühne standen.

© dpa-infocom, dpa:261020-930-864526/1
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