Kontroverse um den Super Bowl
Auch feiert Bad Bunny auf «DeBÍ TiRAR MáS FOToS» weiter die spanische Sprache - was neben seinem politischen Engagement inzwischen zu einem Markenzeichen geworden ist. «Ich denke auf Spanisch, ich fühle auf Spanisch, ich esse auf Spanisch, ich singe auf Spanisch», sagte er 2023 der «Vanity Fair». Beim Super Bowl wird er ebenfalls ausschließlich Spanisch singen - um die Show hat sich längst ein Kulturkampf entsponnen.
Konservative Politiker und Trump-nahe Gruppen kritisieren die Wahl als «politisches Statement» und fordern eine «All-American»-Alternative. Bad Bunny hatte zuvor Kritik an Abschiebungen und Razzien geübt und angekündigt, aus Sorge vor ICE-Einsätzen im Rahmen seiner Welttournee vorerst keine Konzerte in den USA zu spielen.
Jennifer Lopez und Shakira als Vorreiterinnen
Bad Bunny stand beim Super Bowl schon 2020 auf der Bühne - gemeinsam mit zwei Vorreiterinnen für die weltweite Popularität von Latin Pop, Jennifer Lopez und Shakira. Wie im Nachhinein bekannt wurde, gab es hier Kritik: «Es war eine Beleidigung zu sagen, man bräuchte zwei Latinas für einen Job, den vorher ein Künstler gemacht hat», sagte J.Lo's Manager Benny Medina in der Netflix-Doku «Jennifer Lopez: Halbzeit».
Dass Bad Bunny nun alleine die Bühne betreten darf, kann als weiteres Zeichen gewertet werden, dass Musikfans um Latin Pop inzwischen nicht mehr herumkommen.
von Lukas Dubro, dpa
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