Die Polizei ermittelt wegen eines toten Kindes. (Symbolbild)
David Inderlied/dpa
Die Polizei ermittelt wegen eines toten Kindes. (Symbolbild)
Polizeieinsatz

Totes Kleinkind in Auto: Obduktion soll Todesumstände klären

Warum starb eine Einjährige in einem Auto in Schorndorf? War Hitze der Auslöser oder steckte etwas anderes dahinter?

Nach dem Fund eines toten Kleinkindes in einem Auto in Schorndorf bei Stuttgart soll eine Obduktion Erkenntnisse zu den Todesumständen bringen. Das kündigte die Polizei an. Wann die Obduktion stattfindet, konnte ein Sprecher am Abend nicht sagen. Die Mutter soll das etwa 20 Monate alte Mädchen am Mittwoch über Stunden vergessen haben. Erst am Nachmittag entdeckte die 44-Jährige ihre leblose Tochter. 

Den Polizeiangaben zufolge hatten ein Notarzt und der Rettungsdienst nach dem Fund unverzüglich versucht, das Kind wiederzubeleben. Doch die Einjährige sei noch an Ort und Stelle gestorben, teilte die Polizei mit. Zuerst hatte der Zeitungsverlag Waiblingen über den Vorfall berichtet.

Viele offene Fragen

Zu klären sein wird unter anderem, inwiefern die Hitze eine Rolle gespielt haben könnte oder ob eventuell andere gesundheitliche Gründe zum Tod des Mädchens geführt haben könnten. Unklar war zunächst darüber hinaus, welche Umstände nach Angaben der Frau dazu geführt haben sollen, dass sie ihr Kind im Auto über so lange Zeit vergaß. Das sei Teil der Vernehmungen, sagte der Polizeisprecher am Abend.

Er äußerte sich nicht dazu, wo sich der Vater zu der Zeit aufhielt. Ferner war offen, welche Konsequenzen der Frau unter Umständen drohen. 

Die Stadt Schorndorf mit etwa 42.000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt im östlichen Speckgürtel der baden-württembergischen Landeshauptstadt im Rems-Murr-Kreis. Sie ist rund 30 Kilometer von Stuttgart entfernt.

© dpa-infocom, dpa:260618-930-240704/1
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