«Die Syrer verdienen eine Chance und wir möchten helfen, dass diese Chance gut genutzt wird», sagte Außenminister Johann Wadephul (rechts) beim deutsch-syrischen Wirtschaftsforum mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa.
Sebastian Christoph Gollnow/dpa
«Die Syrer verdienen eine Chance und wir möchten helfen, dass diese Chance gut genutzt wird», sagte Außenminister Johann Wadephul (rechts) beim deutsch-syrischen Wirtschaftsforum mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa.
Besuch in Berlin

Wadephul: Deutschland steht an der Seite Syriens

Syrien wurde in einem jahrelangen Bürgerkrieg stark zerstört. In Berlin wirbt die syrische Übergangsregierung um Investitionen aus Deutschland.

Deutschland sagt Syrien Unterstützung beim Wiederaufbau des während des Bürgerkriegs schwer zerstörten Landes zu. Deutschland stehe an der Seite Syriens, sagte Außenminister Johann Wadephul (CDU) bei einem deutsch-syrischen Wirtschaftsforum im Auswärtigen Amt in Berlin, an dem auch zahlreiche Vertreter deutscher Unternehmen teilnahmen. 

Der Wiederaufbau könne nur mit internationaler Hilfe gelingen. Wadephul sagte, er sehe bei der wirtschaftlichen Entwicklung Syriens eine starke Rolle Deutschlands. «Die Syrer verdienen eine Chance und wir möchten helfen, dass diese Chance gut genutzt wird.» Mittel- und langfristig seien die Chancen des wirtschaftlichen Austausches beider Länder enorm.

Präsident wirbt bei deutschen Unternehmern für sein Land 

Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa sprach laut Übersetzung von einem Neuanfang. Er warb um Investitionen deutscher Unternehmen. Syrien habe viele Gesetze geändert, um rechtliche Rahmenbedingungen für Investitionen zu verbessern. Mit Blick auf den Iran-Krieg bezeichnete al-Scharaa Syrien als einen «sicheren Hafen». Er sprach von großen Investitionschancen und lud deutsche Firmen zu einem Besuch in Syrien ein.

Wadephul sagte, Syrien habe noch vor bis vor kurzem unter einer brutalen Diktatur und einem blutigen Bürgerkrieg gelitten. Die Aufgabe des heutigen Syriens, eine Staatlichkeit zu entwickeln, die Sicherheit, Freiheit und ein Leben in Würde garantiere, sei immens.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sagte mit Blick auf Syrien, sie sehe großes Potenzial für eine Kooperation mit deutschen Unternehmen zum Beispiel in der Energie- und Bauwirtschaft, beim Maschinen- und Anlagenbau sowie bei IT- und Softwarelösungen.

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