Schröder sieht Hannover scheitern
Seine Chance auf den Aufstieg erhalten hat der SC Paderborn, der beim 2:0 (1:0) beim SV Darmstadt 98 seine Aufgabe meisterte und von einem Patzer von Hannover 96 profitierte. Als Dritter bekommt Paderborn zwei Duelle mit dem VfL Wolfsburg, der die Erstliga-Saison als Tabellen-16. abschloss. Am kommenden Donnerstag (20.30 Uhr) spielt der SCP zuerst in Wolfsburg, bevor am 25. Mai in Paderborn die Entscheidung fällt.
VfL-Coach Dieter Hecking war am Sonntag in Hannover ebenso im Stadion wie Ex-Kanzler Gerhard Schröder. Glück brachte der frühere Spitzenpolitiker nicht, die Niedersachsen kamen nach einem späten Gegentor in der Schlussphase nicht über ein 3:3 gegen den 1. FC Nürnberg hinaus. Als die Partie in Hannover beendet war, hüpften die Paderborner Profis ausgelassen vor ihren Fans.
Drama im Abstiegskampf
Ganz anders die Gemütslage bei der Fortuna, die mit drei Toren Unterschied bei Rivale Fürth verlor und damit den Vorsprung auf die Franken noch einbüßte. Die Fürther treten am Freitag sowie am 26. Mai in der Relegation gegen Rot-Weiss Essen um das 18. und letzte Zweitliga-Ticket an. Eintracht Braunschweig rettete sich mit einer 0:1-Niederlage auf Schalke ganz knapp.
Die Rettung geschafft hat auch Arminia Bielefeld, das nach einem 0:1-Rückstand furios mit 6:1 gegen Hertha BSC gewann. Zwischenzeitlich war der Pokalfinalist der Vorsaison an dem turbulenten Nachmittag sogar auf Rang 17 abgerutscht. Dynamo Dresden und der 1. FC Magdeburg gerieten im Verlauf des Nachmittags nicht mehr in Gefahr.
Elversberg freut sich auf die großen Namen
Viele Traditionsclubs kämpfen gegen den Absturz in die Bedeutungslosigkeit, das kleine Elversberg wird dagegen ab August erstmals ganz oben mitspielen und Duelle mit dem großen FC Bayern oder Borussia Dortmund im Ligabetrieb bekommen. Das 15 Kilometer nordöstlich von Saarbrücken gelegene Örtchen mit gerade einmal 13.000 Einwohnern wird zum wohl ungewöhnlichsten Club der Bundesliga-Geschichte.
Trainer Wagner folgte zu Saisonbeginn auf Horst Steffen und verzichtete zum Start seiner Amtszeit bis zur ersten Niederlage darauf, sich die Haare zu schneiden. Einen solchen Einsatz gab es vor dem problemlos gemeisterten Schlussakt gegen Münster nicht. «Es gibt keine speziellen Wetten für heute», sagte Wagner bei Sky.
Obwohl die Saarländer vor der Saison zahlreiche Leistungsträger und den Trainer verloren haben, mischte die SVE bis zum Ende oben mit und schaffte diesmal den letzten Schritt. Dieser war Elversberg im Vorjahr gegen das nun direkt abgestiegene Heidenheim noch verwehrt geblieben. Gegen Münster ließen Bambasé Conté und Doppeltorschütze David Mokwa die Elversberg-Fans schon in den ersten 15 Minuten jubeln.