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An alle Unfall-Gaffer: Das muss mal gesagt werden!

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Denkt mal drüber nach ...

​"Das ist wie ein Autounfall - man sollte nicht hinsehen, tut es aber trotzdem." - fast jeder hat die Redewendung schon einmal gehört. Sie versinnbildlicht Dinge, die uns eigentlich nichts angehen oder nicht interessieren sollten. Allerdings siegt meistens unsere Neugier und wir riskieren doch einen flüchtigen Blick. Der Satz, der bei TV-Sendungen wie "DSDS", "Schwiegertochter gesucht" oder besonders peinlichen Situationen in unserem Umfeld humorvoll gemeint ist, hat einen ernsten Hintergrund, der dieser Tage wieder sehr aktuell ist und heiß diskutiert wird.

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Immer wieder hören wir von Unfällen, bei denen Menschen ums Leben kommen. Diese Nachrichten sind schlimm, für alle Beteiligten und Angehörigen der Opfer. Doch in letzter Zeit häufen sich derartige Meldungen, bei denen die Polizei die Anwesenheit von Gaffern kritisiert. Diese stehen häufig nicht nur da und laben sich an dem Unglück anderer Menschen, sie behindern zudem auch oft die Arbeit der Rettungskräfte. 

In einem Fall aus dem rheinland-pfälzischen Hilgenroth sollen Schaulustige nicht nur die Wiederbelebungsversuche an einem 52-jährigen Radfahrer bestaunt und behindert haben, nein, sie haben die Rettungskräfte sogar beleidigt. Natürlich hat die Polizei demzufolge Platzverweise verteilt. Allerdings haben die Beamten, Ersthelfer und Rettungskräfte in Situationen, in denen es für Opfer um Leben und Tod geht, weiß Gott wichtigere Dinge zu tun, als neugierige Gaffer nach Hause zu schicken.

Also, ihr Gaffer da draußen, haltet euch von Unfallorten fern. Lasst euer Smartphone gefälligst stecken und - was noch viel wichtiger ist - hört auf, die Arbeiten der Rettungskräfte zu behindern. Könnt ihr wirklich damit leben, unter gewissen Umständen mit dafür verantwortlich zu sein, dass einem Menschen nicht rechtzeitig oder unzureichend geholfen werden konnte? Wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr in euren PKW eingequetscht seid und ihr in euren letzten Atemzügen seht, wie neugierige Gaffer ihr Smartphone auf euch draufhalten und den Menschen im Weg stehen, die euer Leben retten könnten, wenn sie denn durchkämen. Denkt mal drüber nach und macht von eurem Erste-Hilfe-Kurs-Kenntnissen gebrauch und versucht nächstes Mal, Leben zu retten, statt zu gaffen oder achtlos weiter zu fahren.

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