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Restaurants reicht's! Das droht Gästen die nicht aufessen

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Wer seinen Teller nicht aufisst, muss ab sofort zahlen

Wir kennen es alle: Das grandiose Konzept des All-You-Can-Eat-Restaurants. Hier kann jeder so viel oder so wenig essen, wie er möchte. Doch oft füllt man sich einen Berg von Leckereien auf den Teller, nur um zu merken, dass doch mal wieder die Augen größer waren, als der Hunger. Um sich nun gegen die unnötige Verschwendung von Lebensmitteln zu wehren, haben einige Gastronome ein neues Konzept entwickelt: Wer nicht aufisst, der zahlt.

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Der Stuttgarter Restaurantchef Guoyu Luan hält nichts von Essensresten. Wer bei seinem Angebot „Taste 120“ den Teller nicht leer isst, muss ab sofort zahlen. Diesem Konzept wollen sich nun auch weitere Gastronomiebetriebe anschließen, um etwas gegen die Verschwendung von Lebensmitteln zu unternehmen.

Besonders die altbekannten asiatischen Restaurants mit ihren klassischen All-You-Can-Eat-Angeboten müssen häufig große Mengen an Essensresten wegwerfen, denn oft schätzt man den Hunger größer ein, als er letztendlich ist. Durch das neue Konzept erhoffen sich die Gastronome einen verantwortlicheren Umgang mit Lebensmitteln.

Das Prinzip von „Taste 120“ im Stuttgarter Restaurant „Yuoki“ ist ganz simpel: 120 Minuten lang dürfen die Gäste über ein iPad am Tisch so viele Gerichte bestellt, wie sie wollen. Damit aber nicht allzu viele Lebensmittel übrig bleiben, sind pro Bestellung nicht mehr als fünf Gerichte erlaubt.

Mit diesem Konzept möchte Guoyo Luan seine Gäste natürlich nicht verärgern – er möchte lediglich das Bewusstsein für den Wert des Essens schärfen. Der 40-jährige gebürtige Chinese stammt aus einer Familie, in der immer sehr sparsam mit Lebensmitteln umgegangen wurde. Auch nach mehr als 20 Jahren in der Branche, möchte er weiterhin nach diesem Prinzip handeln und dies auch seinen Gästen nahelegen. Er besteht darauf: Es heißt „all you can eat“ und nicht „all you can wegschmeißen“.

Immer mehr Restaurants schließen sich dem Prinzip von Luan an. Das „Okinii“ in Düsseldorf erläutert schon auf der Webseite: „Verschwendung wird nicht geschätzt – bestellen Sie bitte nur so viel, wie Sie verzehren können”. Ist man doch nicht in der Lage seinen Teller leer zu essen und lässt Reste übrig, werden diese den Gästen in Rechnung gestellt. Für übrig gebliebenes Sushi beispielsweise zahlt man einen Euro pro Stück. Für warme Gerichte zwei Euro.

Das durch Essensreste eingenommene Geld wird im Stuttgarter “Yuoki” sogar gespendet. Seit der Eröffnung kamen so etwa 900 bis 1.000 Euro zusammen, erklärt der Restaurantbesitzer.
 

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