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Das werden unsere neuen Minister

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Hier bekommst Du einen Überblick über die Ministerposten

Wer bekommt welchen Ministerposten in der neuen Regierung?

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Es hat ein gutes halbes Jahr nach der Bundestagswahl gedauert, bis klar war: wir bekommen eine neue GroKo. Doch wer sind die neuen, alten Minister?

Sechs Ministerposten hat die CDU zu vergeben

Helge Braun - Kanzleramtsminister
Die Kanzlerin hält große Stücke auf den Anästhesiearzt aus Hessen. Braun wird Nachfolger von Peter Altmaier als Chef des Kanzleramts. 2002 zog er erstmals in den Bundestag ein, 2005 scheiterte er. Bei der Wahl 2009 eroberte er das Mandat zurück - und wurde Staatssekretär im Bildungsministerium. In der vergangenen Wahlperiode war er als Staatsminister bei der Bundeskanzlerin zuständig für die Bund-Länder-Beziehungen und koordinierte für Merkel die Bewältigung der Flüchtlingskrise.

Peter Altmaier - Wirtschaftsminister
Der Saarländer gilt als einer der engsten Vertrauten von Angela Merkel. Der bisherige Kanzleramtschef und geschäftsführende Finanzminister soll Wirtschaftsminister werden. In der CDU gibt es Krach darüber, dass Merkel das Finanzressort der SPD überlassen hat. Viele sehen das Wirtschaftsministerium nur als «Trostpreis», obwohl die CDU es nun erstmals seit mehr als fünf Jahrzehnten wieder besetzt. Der Genussmensch kann auf eine lange politische Erfahrung verweisen, er war auch schon Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion, Parlamentarischer Innenstaatssekretär und Umweltminister.

Jens Spahn - Gesundheitsminister
In den vergangenen Jahren hat er sich als Kritiker Merkels in den eigenen Reihen und als konservativer Politiker profiliert. Nach sechs Jahren als gesundheitspolitischer Sprecher der Unionsfraktion und zweieinhalb Jahren als parlamentarischer Finanzstaatssekretär soll er nun Gesundheitsminister werden. Spahn blickt aber auch über den fachpolitischen Tellerrand hinaus. Das wurde deutlich, etwa als er vor rund einem Jahr ein Islamgesetz forderte oder jüngst beim Wiener Opernball die Nähe zu Österreichs jungkonservativem Kanzler Sebastian Kurz suchte, der für einen harten Flüchtlingskurs steht. Häufiger wird Spahn mit Schwulenfeindlichkeit konfrontiert, obwohl er wenige Tage vor Weihnachten seinen Lebenspartner, den Journalisten Daniel Funke, heiratete.

Ursula von der Leyen - Verteidigungsministerin
Die derzeitige Verteidigungsministerin ist weder bei Parteikollegen noch unter den Soldaten sehr beliebt. Dafür kann die Niedersächsin umso besser mit Kameras, hat einen Riecher für populäre Themen und gilt als Frau mit dem ausgeprägtesten Machtwillen in der CDU. Sie soll im Amt bleiben.

Julia Klöckner - Agrarministerin
Die rheinland-pfälzische Landes- und Fraktionschefin ist seit mehreren Jahren eine Hoffnungsträgerin der CDU. Sie ist seit 2012 stellvertretende Bundesvorsitzende. Die ehemalige Weinkönigin soll Agrarministerin werden. In der Landwirtschaft kennt sie sich aus - nicht nur, weil sie von 2009 bis 2011 Parlamentarische Staatssekretärin unter Agrarministerin Ilse Aigner (CSU) war. Bei den Jamaika-Sondierungen und den Koalitionsverhandlungen mit der SPD war sie Chefunterhändlerin der CDU für den Agrarbereich.

Anja Karliczek - Bildungs- und Forschungsministerin
Von Merkel quasi aus dem Hut gezaubert: die neue Bildungs- und Forschungsministerin Anja Karliczek. Die Hotelmanagerin aus NRW soll sich vor allem um berufliche Bildung kümmern, heißt es. Ob dies dem Ministerium gerecht wird, das angesichts eine Digitalisierungsoffensive an Schulen und der geplanten Lockerung des Kooperationsverbotes von Bund und Ländern in der Bildung zusehends zu einem Schlüsselressort wird, bleibt abzuwarten.

Anette Widmann-Mauz - Integrationsministerin
Die Baden-Württembergerin ist seit 2009 parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerium und soll nun Staatsministerin für Integration im Kanzleramt werden. In Tübingen wurde sie am 13. Juni 1966 geboren, in Balingen im Zollernalbkreis ging sie zur Schule. Dort lebt sie bis heute mit ihrem Mann. Sie studierte an der Universität Tübingen Politik- und Rechtswissenschaften, machte aber keinen Abschluss. 1998 zog sie in den Bundestag ein. Von 1995 bis 2015 war Widmann-Mauz Vorsitzende der Frauen Union der CDU Baden-Württemberg, seit drei Jahren ist sie Bundesvorsitzende der Frauen Union. Bei der Bundestagswahl 2017 gewann sie mit 35,7 Prozent der Erststimmen zum fünften Mal das Direktmandat im Wahlkreis Tübingen-Hechingen. Widmann-Mauz gilt als durchsetzungsstark.

Monika Grütters - Kulturstaatsministerin
Die Kulturstaatsministerin hat schon vor der Wahl keinen Hehl daraus gemacht, dass sie gern wieder in ihr Büro im Kanzleramt einziehen würde. Dort ist sie seit 2013 im Rang einer Staatssekretärin für Kultur und Medien zuständig. Seit gut einem Jahr steht sie zudem an der Spitze der als besonders schwierig geltenden Berliner CDU. Die gebürtige Münsteranerin hat Germanistik und Kunstgeschichte studiert und arbeitete für verschiedene Wissenschafts-, Kunst- und Kulturinstitutionen. 1995 zog sie ins Berliner Abgeordnetenhaus ein, zehn Jahre später in den Bundestag. Zunächst Obfrau der Fraktion für Kultur- und Medien, übernahm sie 2009 den Vorsitz im Kulturausschuss, ehe Kanzlerin Merkel sie zur obersten deutschen Kulturfrau berief.

 

Drei Minister und eine Staatsministerin schickt die CSU in die neue Bundesregierung

Horst Seehofer - Innenminister
Der scheidende bayerische Ministerpräsident wird neuer Bundesinnenminister. Das Ressort wird um die Bereiche Bauen und Heimat erweitert. Seehofer war von 1992 bis 1998 bereits Bundesgesundheits- und von 2005 bis 2008 Bundeslandwirtschaftsminister.

Andreas Scheuer - Verkehrsminister
Der Passauer, der seit 2002 im Bundestag sitzt, gilt als einer der wenigen verbliebenen Vertrauten von Seehofer. Als Generalsekretär hat Scheuer nicht nur an der Seite Seehofers den am Ende erfolglosen Bundestagswahlkampf mitverantwortet. Auch während der längsten Regierungsbildung in der Geschichte der Bundesrepublik war Scheuer immer mit von der Partie. Für seine Loyalität wird er nun mit dem Posten des Verkehrsministers belohnt. Scheuer war von 2009 bis 2013 Parlamentarischer Staatssekretär unter Peter Ramsauer (CSU). Der Niederbayer tritt nun die Nachfolge seines Parteifreundes Alexander Dobrindt an, der inzwischen CSU-Landesgruppenchef ist.

Gerd Müller - Entwicklungsminister
Bei der Kabinettsbildung 2013 wurde er zum Entwicklungsminister berufen. Der verheiratete Vater von zwei Kindern darf seinen Ministerposten behalten. Von 1989 bis 1994 gehörte Müller dem Europaparlament an, er war in dieser Zeit Parlamentarischer Geschäftsführer der konservativen EVP-Fraktion. Seit 1994 ist er Mitglied des Bundestages.

Dorothee Bär - Digitalisierungsministerin
Die Oberfränkin ist die einzige Frau, die Seehofer für Berlin aufgeboten hat. Sie erhält den Posten einer Staatsministerin für Digitalisierung. In der abgelaufenen Legislaturperiode war sie im Bundesverkehrsministerium Staatssekreträtin unter Dobrindt. Seit Dezember ist die Bambergerin auch stellvertretende Parteivorsitzende. Seit 2002 ist sie Mitglied des Bundestages.
 

Der vorläufige Plan der SPD
 

Katarina Barley - Justizministerin
Die deutsch-britische Juristin übernimmt den Posten des Justizressorts. Davor arbeitete sie als SPD-Generalsekretärin bevor sie dann am 2. Juni 2017 zur Arbeitsministerin und Familienministerin ernannt wurde. Mit 26 Jahren trat sie der SPD bei. Außerdem ist sie Mitglied der überparteilichen Europa-Union Deutschland. Sie setzen sich für ein föderales Europa und den europäischen Einigungsprozess ein.

Franziska Giffey - Familienministerin
Sie ist zum ersten Mal mit dabei und das ohne bundespolitische Erfahrung. Bisher war die 39-Jährige Bürgermeisterin des Berliner Bezirks Neukölln. Ursprünglich stammt sie aber aus Frankfurt (Oder). Jetzt übernimmt sie den Posten als Familienministerin. Der SPD trat sie 2007 bei.

Svenja Schulze - Umweltministerin
Auch sie gehört zu den wenigen neuen Gesichtern im Bundestag ohne bundespolitische Erfahrung. Sie übernimmt den Posten der Umweltministerin. In NRW war sie unter der ehemaligen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft die Ministerin für Wissenschaft, Innovation und Forschung. Nach der Wahlniederlage der SPD bei der Landtagswahl wurde sie dann Generalsekretärin der Landespartei. Sie kommt ursprünglich aus Münster in Westfalen. Nach ihrem Schulabschluss studierte sie Germanistik und Politikwissenschaft. Der SPD trat sie 1988 bei.

Heiko Maas - Außenminister
Der Saarländer war bisher Minister für Justiz und Verbraucherschutz. Nun übernimmt er den Posten als Außenminister. In Saarlouis geboren studierte er Rechtswissenschaften. Er lebt von seiner ersten Ehefrau getrennt, hat zwei Kinder und ist zur Zeit mit der Schauspielerin Nathalie Wörner zusammen. Außerdem nimmt Maas an Triathlonwettkämpfen teil. Er ist seit 1989 Mitglied der SPD.

Hubertus Heil - Arbeitsminister
Geboren wurde Heil 1972 in Hildesheim. Bereits mit 16 Jahren ist er SPD Mitglied geworden. Er studierte Politikwissenschaften und Soziologie. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Heil ist seit 1998 Mitglied des deutschen Bundestags und war von 2005 bis 2009 und 2017 Generalsekretär der SPD. Nun erhält er den Posten als Arbeitsminister. 

Olaf Scholz - Finanzminister und Vizekanzler
Scholz wurde 1958 in Osnabrück geboren. Er ist verheiratet und hat keine Kinder.
Scholz gehört dem konservativen Flügel der SPD an. Er ist seit 2011 Erster Bürgermeister von Hamburg. Von 2007 bis 2009 war er Bundesminister für Arbeit und Sozials. Seit Februar ist er kommissarischer Parteivorsitzender der SPD. Er trat bereits 1975 der SPD bei. Scholz übernimmt den Posten des Finanzministers und wird gleichzeitig auch Vizekanzler.
 

 

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