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Neue Studie erklärt: Darum kannst Du nicht aufhören Chips zu essen!

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„Naschformel“ aufgestellt

Wer kennt es nicht? Ein gemütlicher Fernsehabend, dabei ein paar Chips zum Knabbern und ruck zuck, ehe du dich versiehst, ist die komplette Tüte leer. Forscher haben jetzt herausgefunden, warum du nicht aufhören kannst zu naschen.

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Wissenschaftler der Universität Erlangen haben zunächst in Versuchen mit Ratten herausgefunden, dass ein bestimmtes Verhältnis von Fett und Kohlenhydraten Nahrungsmittel besonders attraktiv macht. Es gibt sie also - die "Naschformel"! Eine Folgestudie bestätigte diesen Effekt auch für den Menschen.

Außerdem kamen die Forscher zu der Erkenntnis, dass das Gehirn von Menschen abhängig vom Body-Mass-Index unterschiedlich stark auf solche Lebensmittel reagiert. Je höher der BMI einer Person, desto stärker reagiert das Gehirn auf Chips. Das Belohnungssystem wird aktiviert, weshalb derjenige mehr Chips zu sich nehmen möchte. Dass die Ernährung und das Belohnungssystem zusammen hängen, ist schon länger bekannt. Bei Aktivitäten die der Selbsterhaltung dienen, ergibt das natürlich auch Sinn.

In dem Versuch mit den menschlichen Probanden bekamen 20 Männer und Frauen im Abstand von drei Tagen Zucchini und Kartoffelchips zu essen. Ihre Gehirne wurden jeweils davor und danach im Kernspin untersucht. Auf die Chips reagierte das Hirn besonders intensiv.

Ursprüngliche Hypothese falsch

Die eigentliche Vermutung der Forscher lautete: je fetthaltiger eine Speise ist, also je größer ihr Energiegehalt ist, desto positiver wird sie bewertet. Diese stellte sich in den Versuchen allerdings als falsch heraus. Nicht nur der Fettgehalt, sondern auch das Verhältnis zwischen Kohlenhydraten und Fett spielt eine Rolle. Das optimale Verhältnis liegt laut den Wissenschaftlern bei 35 Prozent Fett zu 45 Prozent Kohlenhydraten. Das Ergebnis gilt nicht nur für Chips, sondern für alle Lebensmittel mit ähnlichen Nährwerten. Dazu zählen unter anderem auch Schokolade oder Nuss-Nougat Creme.

Prof. Dr. Andreas Hess vermutet, dass in dieser spezifischen Verteilung ein physiologischer Vorteil liegen könnte. Durch die Kohlenhydrate bekommt der Körper schnell mobilisierbare Energie und durch das Fett speicherbare Energie. Vor allem früher, als noch nicht durchgehend genügend Lebensmittel vorhanden waren, war dieses Prinzip der Ernährung sehr sinnvoll. Unsere heutige Art der Ernährung ist relativ neu, weshalb der Körper noch nach solchen evolutionär bedingten Regeln agiert.

Eigene Entscheidung trotzdem möglich

Die gute Nachricht ist, dass wir Chips & Co trotz allem nicht wehrlos ausgeliefert sind. Die Hirnaktivitäten, die für das Verlangen nach solchem Essen zuständig sind, können umgestellt werden. Auch die Tatsache, dass bei übergewichtigen Personen das Belohnungssystem anders auf Essen reagiert, ändert sich bei Gewichtsabnahme wieder.

Experte Hess rät außerdem zu einem altbekannten Tipp, um sich selbst auszutricksen. Du solltest nicht die ganze Tüte Chips mit ins Wohnzimmer nehmen, sondern nur eine kleine Schüssel abfüllen und diese dafür ganz bewusst genießen.

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