Nichts mehr verpassen! Jetzt für Benachrichtigungen registrieren und die wichtigsten Nachrichten als erstes bekommen.

Lädt ...
Was sind Benachrichtigungen? Radio Regenbogen verschickt Benachrichtigungen, wie man sie von Apps auf dem Smartphone kennt. Wir informieren damit über aktuelle Ereignisse in Deutschland und der Welt direkt nachdem sie passieren.
Heute keine Lust? Kein Problem, einfach das Fenster schließen - wir fragen nach einer Weile nochmal!
Magazin

In mehreren EU-Ländern bereits verboten: Rauchen am Steuer

Anzeige

​Drohen bald Strafen beim Rauchen im Auto?

Wer sich mit der Zigarette ans Steuer setzt, dem könnten auch bald in Deutschland Strafen drohen. Darum solltest Du den Glimmstängel lieber weg lassen.

Anzeige

Beim Rauchen im Auto muss mittlerweile mit einigen Kosten gerechnet werden. Auch die Bußgelder werden immer teurer. Die Zigarette am Steuer schadet nicht nur der Gesundheit, sondern auch dem Geldbeutel und belästigt häufig die Mitreisenden. In einigen Ländern Europas ist das Rauchen hinterm Steuer bereits verboten - Kommt dies auch auf uns zu?

Folgende vier Gründe, die für ein solches Verbot sprechen: 

Grobe Fahrlässigkeit
Rauchen bedeutet Ablenkung - auch die E-Zigarette bildet da keine Ausnahme. Wohin mit der Kippe, wenn man plötzlich doch beide Hände braucht? Was, wenn die Asche ungünstig fällt, ich mich sogar verbrenne? Der Verkehr, vor allem in Großstädten, bietet nicht immer genügend Platz und Zeit zum Reagieren. Daher sollte eher auf Raucherpausen oder Nikotinkaugummis bei längeren Fahrten gesetzt werden. 

Gesundheit
Für alle Beifahrer, aber vor allem für unsere Jüngsten, besteht immer ein hohes Gesundheitsrisiko, wenn der Fahrer im Auto raucht. Besonders schlimm wird es bei geschlossenen Fenstern. Da Kinder schneller atmen, nehmen sie automatisch mehr Schadstoffe auf, was eine langfristige Schädigung nicht ausschließt und deie Kleinen als Passivraucher noch anfälliger macht. 

Bußgelder
Wer die Kippe aus dem Fenster wirft, kann dazu mit hohen Geldstrafen rechnen. Je nach Bundesland kommen Bußgelder von bis zu 100€ auf einen zu. Zudem können die unachtsam aus dem Fenster geworfenen Glimmstängel andere Verkehrsteilnehmern wie Motorrad- oder Fahrradfahrern gefährlich werden. In einem solchen Fall wird mit einer Strafe von 60€ bestraft und es droht ein Punkt in Flensburg. 

Wertverlust 
Durch den Qualm und die umherfliegende Asche, die im schlimmsten Fall auch Brandflecken verusrsacht, kann der Wagen erheblich an Wert verlieren. Der Schaden kann bei 1500 Euro liegen. Reinigungen und Duftbäume helfen da wenig. 

Auch unser Nachbarland Österreich hat am 1.Mai 2018 nachgezogen. 

Hier herrscht seit Anfang Mai ein neues Rauchverbot in Pkw. Das Verbot gilt dann, wenn mindestens eine Person unter 18 Jahren mitfährt. Wer dagegen verstößt, muss mit einer Strafe von 50€ rechnen; bis zu 1000 Euro drohen bei Wiederholungstätern. 
Im Mai sollen die Österreicher noch kontrolliert und abgemahnt werden, ab Juini werden die Strafen verhängt. 

In anderen europäischen Ländern gibt es solche Rauchverbote bereits schon länger.

Italien: Hier gilt das Rauchverbot im Pkw dann, wenn Schwangere oder Minderjährige mitfahren. Die Höhe der Strafe wird dabei vom Kind abhängig gemacht: 500 bis 5.000 Euro drohen, wenn Kinder unter 12 Jahren und Schwangere an Bord sind, 250 bis 2.500 Euro bei Kindern im Alter von 12 bis 17 Jahren.

Frankreich: In Frankreich ist das Rauchen in Kraftfahrzeugen in Gegenwart von Kindern unter achtzehn Jahren verboten und wird mit 68 Euro Strafe bestraft.

England und Wales: Wenn Personen unter 18 Jahren im Fahrzeug sind, ist das Rauchen auch hier verboten.Verstöße kosten  etwa 56 Euro. Eine Ausnahme gilt für Cabrios mit offenem Verdeck.

Schottland und Irland: Auch hier darf nicht mehr geraucht werden, wenn Personen unter 18 Jahren dabei sind. Das Rauchverbot gilt sowohl für den Fahrer als auch für sämtliche Mitreisende. Wer dagegen verstößt, muss mit einer Strafe von ca. 114 Euro rechnen. E-Zigaretten sind nicht betroffen.

Griechenland: Den Griechen ist es verboten im Auto zu Rauchen,   wenn Kinder unter 12  Jahren mitfahren. Dies gilt in privaten Pkws, Taxen sowie in öffentlichen Bussen. Es droht eine Strafe von bis zu 1.500 Euro. Wird in einem öffentlichen Verkehrsmittel geraucht, droht eine Strafe in Höhe von bis zu 3.000 Euro und ein Fahrverbot von einem Monat.

In Deutschland wird schon lange über ein Rauchverbot in Autos diskutiert. Eine gesetzliche Regelung zum Rauchverbot am Steuer gibt es derzeitig trotzdem noch nicht. Allerdings stimmen einem Rauchverbot ganze 87 Prozent der Deutschen zu, wenn dies dem Schutz von Kindern diene. 

Da nun auch Nachbarländer wie Österreich nachziehen, liegt die Vermutung dennoch nahe, dass auch wir bald ein Rauchverbot in unseren Autos bekommen. 

Anzeige