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Starbucks: über 27.000 Filialen bevölkern die Welt - deshalb wird das Unternehmen so stark kritisiert

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Der Kaffee-Riese Starbucks steht immer wieder in der Kritik - die neueste Doku lässt dem Unternehmen kein gutes Haar

​Starbucks Kaffee ist ein Statussymbol. Die Marke steht für einen gewissen Wohlstand und ist beinahe zu einer Art Religion geworden.

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Das Unternehmen expandiert in rasender Geschwindigkeit. Statistisch gesehen eröffnet alle 15 Stunden eine neue Filiale und mittlerweile ist der Kaffee-Laden aus Seattle in über 65 Ländern mit 27.300 Filialen vertreten.

Die Dokumentation "Starbucks ungefiltert - die bittere Wahrheit hinter dem Erfolg" von ARTE, lässt noch weiter hinter die Kulissen blicken, zeigt die Arbeitsbedingungen der Angestellten und nimmt das Unternehmen in die Kritik.

Kleine Kaffeelädchen sind Verlierer

Die Industrialisierung und die Globalisierung lassen kaum ein kleines Lädchen kalt. Stimmt der Gewinn nicht, haben gemütliche, alt eingesessene Läden keine Chance mehr. Sei es eine Boutique, eine Bäckerei, ein Optiker, Spielwarengeschäfte oder eben ein Café.
Starbucks macht im Jahr einen Umsatz von 22,39 Milliarden Euro. Früher oder später müssen die meisten Cafés weichen, wenn der Filialriese in der Umgebung aufmacht.

Ist Fair Trade immer fair?

Das Unternehmen  wirbt mit 99 Prozent moralisch vertretbar angebauten Kaffee. Und tatsächlich sind alle Starbucks-Espressos mit dem Fair Trade Label zertifiziert. Das Label versichert einen zu 100 Prozent fair produziertes Produkt.

Alle anderen Kaffeebohnen sind zum Teil mit dem „C.A.F.E“ Label gekennzeichnet. Dabei handelt es sich um eine Non-Profit Organisation, die den Händlern den Einstieg in das Fair Trade System ermöglichen soll – und von Starbucks gegründet wurde… Über die Aussagekraft der Standards, die erfüllt werden müssen, um dieses Label zu erhalten, lässt sich also streiten.

Die Sache mit dem Palmöl

Auch von dem allgegenwärtigen Problem mit dem Palmöl kann sich das Unternehmen nicht ausnehmen. Es machte zwar das Versprechen, komplett auf nachhaltiges Öl umzusteigen. Tatsächlich liegen über die Herkunft des Palmöls aber beachtlich wenige Daten vor, die dieses Versprechen bestätigen können. Man könnte meinen, Starbucks betreibt hier ein ausgefuchstes „Green Washing“.

Statussymbol auf Einwegbechern

Starbucks hat Kunden, die mit eigenem Becher kommen ein gratis Getränk versprochen. Aber ist es das alles dann überhaupt wert? Es ist nicht zu leugnen, dass der weiße Frauenkopf einer Sirene auf grünem Hintergrund für etwas steht und der hohe Preis des Kaffees ergibt sich auch wegen des Namens.

Der nachhaltige Gedanke ist schön, die Zielgruppe der Kaffeehauskette wird jedoch nicht wirklich angesprochen. Und die typischen Plastik- und Pappbecher von Starbucks sind leider alles andere als umweltfreundlich oder recyclebar.

 

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