Nichts mehr verpassen! Jetzt für Benachrichtigungen registrieren und die wichtigsten Nachrichten als erstes bekommen.

Lädt ...
Was sind Benachrichtigungen? Radio Regenbogen verschickt Benachrichtigungen, wie man sie von Apps auf dem Smartphone kennt. Wir informieren damit über aktuelle Ereignisse in Deutschland und der Welt direkt nachdem sie passieren.
Heute keine Lust? Kein Problem, einfach das Fenster schließen - wir fragen nach einer Weile nochmal!
Magazin

WHO: Deutsche werden immer dicker - vor allem die Männer

Anzeige

Auch die Zahl der übergewichtigen Kindern ist besorgniserregend

Schokolade, Chips und Co. sind bei den meisten Menschen sehr beliebt. Sie sind lecker, machen kurzfristig glücklich und sind - in zu großen Mengen – leider auch mehr als ungesund. Obwohl Jahr für Jahr darauf aufmerksam gemacht wird, wie wichtig gesunde Ernährung und Sport sind, steigt die Zahl der Übergewichtigen stetig an. Jetzt hat die WHO den europäischen Gesundheitsbericht veröffentlicht – mit erschreckenden Ergebnissen.

Anzeige

Übergewicht und Fettleibigkeit als Volkskrankheit 

Alle drei Jahre stellt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den europäischen Gesundheitsbericht vor. Darin werden die Daten von rund 900 Millionen Menschen aus 53 Ländern verglichen und ausgewertet. Erschreckend: abgesehen von wenigen Staaten steigt die Zahl der fettleibigen Menschen an. Im Jahr 2010 waren laut WHO rund 56 Prozent der Menschen übergewichtig - 2016 schon fast 59 Prozent.

Deutsche Männer werden immer dicker

Auch die Daten der Deutschen wurden im Gesundheitsbericht erfasst. Vor allem die Männer kommen dabei nicht gut weg, die werden nämlich immer dicker. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) sind übergewichtig. Bei den deutschen Frauen hingegen sieht es ein bisschen besser aus. Die liegen immerhin unter dem internationalen Durchschnitt. Heißt: „Nur“ etwa 50 Prozent gelten als übergewichtig, europaweit sind es 55 Prozent.

Auch Fettleibigkeit nimmt zu

Doch nicht nur die Zahlen zu Übergewicht, sondern auch zu Fettleibigkeit sind besorgniserregend. Als adipös, also fettleibig, werden Menschen bezeichnet, deren Body Mass Index (BMI) über 30 liegt. Auch hier schneiden die Deutschen nicht gut ab. Rund 25 Prozent der Männer und 20 Prozent der Frauen haben einen überdurchschnittlich ungesunden Körperumfang.

Deutsche Frauen sind eine Ausnahme

Im internationalen Vergleich schneiden die deutschen Frauen also besser ab, als die Männer. Das ist in vielen anderen Ländern eher umgekehrt. Dort neigen generell eher Frauen dazu fettleibig zu sein. Trotz diesem Abschneiden sollten die Entwicklungen der letzten Jahre die Alarmglocken läuten lassen. Denn Übergewicht und Adipositas sind nicht zu unterschätzen. Oft führen sie zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Diabetes.

Auch Kinder sind gefährdet

Der Gesundheitsbericht der WHO hat auch die Daten von Kindern ausgewertet. Die Ergebnisse sind sogar noch erschreckender. Bei den Kindern hat fast jeder vierte 15-jährige Junge Probleme mit Übergewicht. Auffallend: der Sprung zwischen 11- und 15-Jährigen. Bei den 11-jährigen Jungen haben nämlich „nur“ 19 Prozent zu viel auf der Waage.

Die Mädchen hingegen schneiden nicht nur bei den Erwachsenen besser ab, sondern auch bei den Jüngeren. Hier sind „nur“ knapp 13 Prozent von Übergewicht betroffen. Besorgniserregend ist aber, dass die meisten Mädchen zwar normalgewichtig sind, sich allerdings fast die Hälfte als „zu dick“ bezeichnet. Schuld daran sind die Schönheitsideale, die über soziale Medien wie Instagram und Co. vermittelt werden.

Was gegen Übergewicht und Adipositas tun?

Um fit zu bleiben sind natürlich eine gesunde, ausgewogene Ernährung und genügend Bewegung nötig – das wissen wir alle. Gegen Adipositas als Volkskrankheit allerdings könnte zum Beispiel eine Zuckersteuer eingeführt werden. Das zumindest fordern deutsche Gesundheitspolitiker und verweisen dabei auf die USA oder Mexico. Dort wird eine bis zu zwölfprozentige Reduzierung des Zuckerkonsums angestrebt, indem man zuckerhaltige Getränke mit einer Steuer belegt. Auch muss man versuchen, gesunde Ernährung schon in Kitas oder Kindergärten zu fördern und so von klein auf in den Alltag zu integrieren, so die Gesundheitspolitiker.

Es gibt auch etwas Positives

Nach den ganzen eher besorgniserregenden Ergebnissen, konnte die WHO aber doch etwas Positives vermelden: In Deutschland nimmt der Konsum von Alkohol und Tabak seit Jahren ab – trotzdem liegt er noch über dem WHO-Schnitt. Und: Die Deutschen werden ein Jahr älter als früher. Im Schnitt konnten Deutsche 2010 etwa 76,7 Jahre alt werden, 2015 schon 77,9 Jahre.

Die Ergebnisse des europäischen Gesundheitsberichtes sind erschreckend und verdeutlichen umso mehr: Ausreichend Bewegung und eine gesunde Ernährung sind wirklich wichtig, um fit und gesund zu bleiben!
 
 
 

Anzeige