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Paar mit Down-Syndrom-Tochter adoptiert weiteres Kind mit demselben Gendefekt

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Sie fürchten sich nicht davor, Eltern eines kranken Kindes zu sein

Der Familien-Alltag mit Kindern ist nicht immer einfach. Da haben es Eltern mit einem kranken Kind noch unglaublich viel schwieriger. Ein Elternpaar, dessen erstes Kind mit Down-Syndrom zur Welt kam, hat jetzt ganz selbstlos noch ein Kleinkind mit demselben Gendefekt adoptiert.

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Allison und Andrew Sweatman aus Cabot, Arkansas in den USA haben den dreijährigen Beau adoptiert, als großen Bruder für ihre Tochter Rosie, weil sie sich nicht mehr davor fürchteten Eltern eines erkrankten Kindes zu sein.

Das Paar gab zu, zunächst sehr entmutigt gewesen zu sein, als sich bei den Tests in der 20ten Schwangerschafts-Woche herausstelle, dass ihre Tochter das Down-Syndrom habe und an einer Herzerkrankung leide. Bloggerin Allison musste Rosie bei einem Notkaiserschnitt nach nur 37 Wochen zur Welt bringen.

Im ersten Jahr musste Rosie ständig ins Krankenhaus. Sie bekam eine schwere Herzoperation, litt an Krampfanfällen und wurde mit einer Krankheit diagnostiziert, bei der der Schädel-Knochen frühzeitig verschmilzt.

 Allmählich ging es mit ihrer Gesundheit allerdings bergauf, und Rosie kam letzten September in den Kindergarten. Als Allison und Andrew ihrer Tochter dabei zusahen wie sie die Herzproblem bekämpfte und im Down-Syndrom aufblühte, machten sie die Erkenntnis, dass sie keine Angst mehr vor der Erkrankung hatten.

Also informierten sie sich über die Adoption eines weiteren Kindes mit Down-Syndrom, denn sie wussten, dass eine Knappheit an Plätzen in Heimen für Kinder mit besonderen Bedürfnissen herrscht.

Vergangenen November wurden sie mit dem mittlerweile vierjährigen Beau bekannt gemacht, und Allison sagt es habe sofort eine Verbindung zwischen ihnen gegeben. Beaus Eltern liebten ihn sehr, aber waren der Meinung, eine Familie die bereits ein Kind mit Down-Syndrom habe, könne besser auf seine Bedürfnisse eingehen.

 Allison und Andrew sprachen ständig mit seinen Eltern, bis sie sich November 2017 im Legoland trafen und zwei Monate später die Adoption finalisierten.

Als ich Beau das erste Mal in den Armen hielt, überkamen mich so viele Emotionen. Ich wusste seine leibliche Mutter würde so viel aufopfern müssen, damit wir ihn in unsere Familie aufnehmen könnten.

Erzählt Allison. Jetzt seien sie wie viele andere Familien auch, aber sie versteht, dass die Familie für Außenstehende bedeutend anders aussehe. „Klar, bekommen wir mal komische Blicke zugeworfen oder Fragen gestellt, aber das ist einfach ein Teil unseren Lebens.“

Eine Mutter von zwei Kindern mit Down-Syndrom zu sein, ist eine unglaubliche Bereicherung. Auch die schwierigen Tage sind es total wert. Es ist keine einfache Reise, aber es ist ein Privileg ein Teil davon sein zu dürfen.

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