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Schneebruchgefahr im Ortenaukreis und im Schwarzwald

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Schön sieht's aus, gefährlich kann es werden

Winterzauber im Südwesten, der Gefahren birgt. In vielen Teilen im Ortenaukreis und im Schwarzwald herrscht Schneebruchgefahr!

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Lage im Schwarzwald
Momentan betroffen sind im Schwarzwald die mittleren Lagen, denn oben auf dem Feldberg tragen die Bäume trockenen Pulverschnee. Sprich: Die Last ist nicht so hoch, dass die Äste brechen und in den unteren Lagen regnet es. In den mittleren Lagen sitzt fester Schnee auf den Bäumen, der immer wieder taut und gefriert, dadurch wird der Schnee schwer, so dass die Äste die Last nicht mehr aushalten.
 
Wie erkennt man die Gefahr?
Wenn die Bäume voll Schnee hängen, wenn es knackt im Wald und abgebrochene Äste auf dem Weg liegen, sollte man schauen, dass man sofort wieder aus dem Wald herauskommt. Denn ein Baumstück mit einer Schneelast von 10 Kilo und das ist gar nicht so viel, kann einen Menschen erschlagen, sagt Hans-Ulrich Hayn, der Leiter des Forstamtsbezirks Kirchzarten bei Freiburg.
 
Wie erfahre ich, dass Waldwege gesperrt sind?
Da sich die Situation von Stunde zu Stunde ändern kann, kann man sich nicht irgendwo über aktuelle Sperrungen von Zuhause aus erkundigen. Spaziergänger oder Wanderer müssen vor Ort Sperrungen ernst nehmen. Aber man könne so ein großes Gebiet wie den Schwarzwald nicht komplett abdecken, so Hayn. Hier gelte: Gefahr auf eigenes Risiko.

Lage im Ortenaukreis
Auch Teile der Kreise Rastatt und Ortenau sind vom Schneebruch betroffen. Viele Straßen im Schwarzwald sind gesperrt - unter anderem die B500 zwischen Unterstmatt und Ruhestein. Denn die Bäume dort sind von einer dicken schweren Eisschicht überzogen und drohen unter der Last Äste zu verlieren oder ganz umzustürzen.
Die stellvertretende Leiterin des Straßenbauamts Ortenaukreis in Offenburg Simone Basler hat sich vor Ort selbst ein Bild von der Lage gemacht und war mächtig beeindruckt:
 

Es war als ob wir in eine andere Welt fahren. Gruselig und gespenstisch. Überall hat es geknackt. Es war eine gefährliche Situation.

Das Problem: viele Autofahrer kümmern sich nicht darum und fahren trotz Straßensperrungen in den Schwarzwald hinein. Simon Basler warnt:
 

Zum Glück haben wir noch keine größeren Unfälle gehabt, aber ich bitte wirklich darum, dass sich die Verkehrsteilnehmer an die Sperrungen halten, denn es ist wirklich gefährlich.

Eine Entspannung der Situation ist übrigens noch nicht in Sicht. Zumindest bis zum Wochenende soll es ja nochmal kälter werden. Deshalb werden auch die Straßensperrungen erstmal aufrechterhalten.

 
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