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Gesundheitsrisiko: Auf jedem zweiten Hähnchen sind Durchfall-Erreger

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Der Erreger ist Grund für 70.000 Erkrankungen pro Jahr

Die Deutschen essen Fleisch: 20,9 Kilogramm Geflügelfleisch verzehrte jeder Deutsche im Schnitt im Jahr 2017. Etwa 600 Millionen Hühner werden pro Jahr in Deutschland geschlachtet. Neueste Untersuchungen sollten uns allerdings zu Denken geben: Eine Inspektion des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit fand heraus, dass die Hälfte aller Hähnchenfleisch-Proben einen Durchfall-Erreger enthalten.

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Einfach nur ekelhaft! Laut einem Schreiben der Bundesregierung enthielten 51,8 Prozent der Hähnchenfleisch-Proben im Jahr 2017 den Durchfallerreger Campylobacter – der bei immungeschwächten Personen, wie zum Beispiel Kindern und älteren Menschen sogar zu gefährlichen Erkrankungen führen kann. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 waren es nur 31,6 Prozent der Proben.

Verbreitung durch Schlachthöfe

Problem an der ganzen Sache sind zu großen Teilen die Schlachthöfe. Zu wenige Hygienemaßnahmen, Arbeit im Akkord und zu niedrige Bezahlung. Deshalb seien dort sogar etwa 80 Prozent der Hähnchen mit Erregern belastet – fast doppelt so viele wie noch vor acht Jahren. Aber auch Lücken in der Kühlkette, die zu einer Erwärmung des Fleisches führen, können das Gesundheitsrisiko erhöhen. Abhilfe könnte geschaffen werden, wenn Schlachthäuser besser kontrolliert würden und zu besseren Hygienemaßnahmen verpflichtet würden. Auch die Betriebe sollten mehr dafür sagen, dass ihre Nutztiere gesund sind und dass Antibiotika nur im Ausnahmefall gegeben würden.

Abkochen tötet den Erreger

In den USA beseitigt man Keime auf Hähnchen mit einer Chlorbehandlung. Da dies aber in Europa nicht erlaubt ist, müssen wir uns anders helfen. Viele Produkte sind zum Rohverzehr nicht geeignet und müssen deshalb zuerst durchgegart werden. Außerdem können Keime durch Braten und Einfrieren abgetötet werden. Wird das Fleisch nicht durchgebraten, können selbst kleine Kolonien bereits teils schwerwiegende Erkrankungen auslösen.

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