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Zeitumstellung: Darum darf die Winterzeit nicht abgeschafft werden!

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Mediziner warnen vor der Sommerzeit!

Seit Jahren ist der Ruf nach einer Abschaffung der Zeitumstellung laut. Zu teuer, zu unnötig und zu stressig für unseren Körper. Was viele dabei aber nicht bedenken, wenn sie die Abschaffung der Winterzeit fordern: Diese ist eigentlich die "richtige" Zeit. Abgeschafft werden sollte daher die Sommerzeit, das fordern Mediziner.

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Es sind zwar noch zwei Jahre Zeit, eine Entscheidung muss Deutschland aber trotzdem irgendwann treffen. Für welche Zeit wollen wir uns nach einer EU-weiten Abschaffung im Jahr 2021 festlegen? Die Hälfte der Deutschen möchte die Winterzeit behalten - die Normalzeit. Aber der Großteil der anderen Hälfte befürwortet das Beibehalten der Sommerzeit. Sie assoziieren damit den schönen, warmen und angenehmen Sommer und die Tage, an denen es erst spät dunkel wird. Da das aber nicht die eigentliche Normalzeit ist und es laut Medizinern auch gesundheitliche Auswirkungen haben kann, wissen die wenigsten.

Die Nachteile der ständigen Sommerzeit

Erhöhte Unfallgefahr

Während der Sommerzeit wird es morgens später hell. Das fällt uns im Sommer angesichts der ohnehin langen Tage kaum auf. Doch stellen wir uns das Szenario mal im Winter vor. Es würde dann erst gegen 9 Uhr oder später richtig hell werden. Morgens hätten wir es dann nicht nur schwerer, aus dem Bett zu kommen, sondern es würde auch die Unfallgefahr enorm steigern. Damit sind nicht mal nur wir Erwachsenen gemeint, die sich auf dem Weg zur Arbeit aufmachen, sondern auch unsere Kinder, die sich auf dem Weg zur Schule befinden und im Zuge der länger anhaltenden Dunkelheit schlechter gesehen werden. Der Deutsche Lehrerverband hält das für unverantwortlich. In der WELT sagt Verbandschef Heinz-Peter Meidinger, dass über zehn Millionen Schülerinnen und Schüler zwei Monate bei absoluter Dunkelheit den morgendlichen Schulweg antreten müssten.

Unsere innere Uhr

Menschen brauchen das blaue Licht der Sonneneinstrahlung, um morgens wach zu werden. Dadurch wird die Ausschüttung von Serotonin stimuliert, was uns morgens wach und munter werden lässt. Bleibt das aus, sind wir morgens träge und müde und brauchen einfach länger. Angesichts unseres Lebensstils passt das nur schwer zusammen. Besonders leiden darunter Teenager. Ein Schulbeginn um 8 Uhr morgens wäre vergleichbar mit einem Arbeitsbeginn von 4 Uhr morgens bei Erwachsenen. Ob wir denen dann angesichts des ohnehin in der Kritik stehenden Bildungssystems einen Gefallen tun, darf bezweifelt werden. Die Schere zwischen unserer inneren Uhr und dem Rhythmus, den wir leben möchten und dem, der uns von der Sommerzeit diktiert wird, wäre einfach zu weit auseinander.

Winterzeit entspricht eher der Sonnenzeit

Die Winterzeit eignet sich besser für eine ständige Zeitzone, weil die Sonne beispielsweise zur Mittagszeit gegen 12 Uhr immer ihren höchsten Punkt erreichen würde. Unserem Biorhythmus würden wir damit einen deutlich größeren Gefallen tun. Zwar bewegt sich dieser Zeitpunkt - je nach dem, wie weit man im Osten bzw. Westen ist - zwischen 11 Uhr (Ostgrenze Polen) und 13 Uhr (Westgrenze portugiesische Atlantikküste), ist aber besser zu verkraften, als eine Verzerrung dieser um eine Stunde nach vorne.

Wichtig für eine zukünftige Abstimmung

Wenn also in zwei Jahren die Abstimmung stattfindet, sollten die Menschen für eine immerwährende Winterzeit stimmen und sich nicht von der positiven Assoziation des Sommers und der Sommerzeit verleiten lassen. Es kommt daher auch bei der Politik auf die Fragestellung an: Sie sollten eher nach der "Normalzeit" oder der "Zeit, in der die Uhr eine Stunde vor gestellt wird" fragen.

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