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Braune Hundezecke - Eine Gefahr auch für uns Menschen?

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Sie breitet sich bis nach Deutschland aus

Nicht nur einheimische Zeckenarten bereiten Hunden und Menschen immer wieder Probleme. Neuerdings gelangt auch die braune Hundezecke nach Deutschland. Eine Gefahr vor allem für Hunde.

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Herkunft der Zecken

Die blutsaugenden Parasiten stammen ursprünglich aus Afrika und der Mittelmeerregion und sind daher an warme, trockene Bedingungen bestens angepasst. Unter 20 °C ist eine Vermehrung oftmals nicht möglich. Besonders bei Temperaturen von 25-30 °C fühlen sie sich deswegen sehr wohl. Diese besonderen klimatischen Verhältnisse machen ein Überleben in Deutschland über das Jahr hinweg kaum möglich. Doch durch das immer milder werdende Klima stehen die Chancen für die 3-4 mm großen Zecken gut.

Der Weg nach Deutschland

Wie der Name schon sagt, siedeln sich die Zecken meistens im Fell der Hunde an. Und genau diese Vierbeiner schleppen häufig die Parasiten aus dem Urlaub in Südeuropa mit nach Deutschland. Im europäischen Winter haben sie keine Überlebenschance im Freien. Doch anders als andere Zeckenarten sind sie nicht von einer hohen Luftfeuchtigkeit abhängig. Braune Hundezecken können aus diesem Grund sehr gut in Wohnungen überleben, die im besten Fall beheizte Räume besitzen. In Ritzen und Spalten folgt schließlich die Ansiedlung und Vermehrung. Mehrere tausend Zecken können sich nach einigen Monaten in den eigenen vier Wänden aufhalten.

Muss man sich Sorgen machen?

Grundsätzlich kann man sagen, dass Menschen sehr selten von braunen Hundezecken befallen werden. Nur wenn die Population zu groß ist, reicht der Wirt nicht mehr aus, weshalb Menschen statt Tiere ausgewählt werden. Die gute Nachricht ist, dass bisher keine Erreger von FSME und Borreliose nachgewiesen werden konnten. Jedoch können sie das sogenannte „Mittelmeer-Zeckenfieber“ übertragen, das sich mit hohem Fieber, Ausschlag und Kopf- sowie Gliederschmerzen bemerkbar macht. Zudem wird mit dem fortschreitenden Klimawandel die Gefahr von Infektionen durch eingewanderte Zeckenarten größer. Für Hunde ist die Gefahr wesentlich größer. Krankheiten, wie Hundemalaria (Babesiose), können unbehandelt sogar bis zum Tod der Vierbeiner führen.

Was kann ich tun?

Am besten wäre es natürlich, wenn die braunen Hundezecken erst gar nicht in Wohnungen gelangen würden. Dafür solltet ihr eure Hunde (aber auch Katzen) gründlich nach Zecken absuchen. Auch „Spot-on"-Produkte, die im Nackenbereich der Tiere aufgetragen werden und Parasiten abschrecken, können vorsorglich genutzt werden.

Hilfe: Braune Hundezecken in der Wohnung!

Hier gilt es, sich am besten professionell beraten zu lassen. Durch falsches Verhalten kann die Situation nämlich verschlimmert werden. Wenn du häufiger eine ungewöhnliche Anzahl an braunen Zecken in einem Gebäude oder an deinem Hund feststellen solltest, melde dich im besten Fall mit einem Bild der Zecke an [email protected].
 
 

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