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Magazin

Zwei Tote durch Keime in Wurst - weltweiter Rückruf!

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Komplette Produktion eingestellt

Nach zwei Todesfällen durch gefährliche Keime in Wurstwaren muss ein hessischer Fleischhersteller seine Produktion einstellen. Auch Baden-Württemberg war Anfang des Jahres von einem Listerien-Fall betroffen. Nun ist ein weltweiter Rückruf von „Wilke Wurstwaren“ angekündigt.

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Das Veterinäramt des Landkreises Waldeck-Frankenberg habe den Betrieb „Wilke Wurstwaren“ in Twistetal-Berndorf geschlossen, so eine Kreis-Sprecherin am Mittwoch. In mehreren Fällen seien in Wurstprodukten Listerien nachgewiesen worden.
 
Lebensmittelwarnung.eu hat nun eine „dringende Warnung zu Erzeugnissen der Firma Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH“ veröffentlicht. Es sei ein Rückruf für alle Produkte des Unternehmens mit Ausnahme von Vollkonserven veranlasst worden, so der Sprecher des Landkreises. Dabei handelt es sich um weltweit alle Produkte des Unternehmens mit Ausnahme von Vollkonserven. Betriebsnummer: DE EV 203 EG.

Eine Untersuchung des Robert-Koch-Instituts habe einen unmittelbaren Zusammenhang zu den Todesfällen von zwei älteren Menschen aus Hessen ergeben. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Todesfälle durch Wilke-Produkte eingetreten sind, liege bei 99,6%, so Landrat Dr. Reinhard Kubat. Die „Hessische Niedersächsische Allgemeine“ (HNA) hatte zuvor über den Fall berichtet.
 
Laut dem betroffenen Landkreis gibt es 37 weitere Krankheitsfälle, die möglicherweise mit den Wurstwaren der Firma zusammenhängen. Der Landkreis hatte die weltweite Rückrufaktion für alle Produkte der Firma angekündigt. Die Ausnahme seien dabei Vollkonserven.
 
In den beiden Todesfällen seien laut dem Landkreis die Keime in Pizzasalami und Brühwurst nachgewiesen worden. Den ersten Fund in Produkten von Wilke Wurstwaren habe es im März gegeben – auch in Baden Württemberg. Trotz Gegenmaßnahmen habe die Firma das Problem mit den Keimen nicht in den Griff bekommen.
 
Quelle der Bakterien noch unklar
Wo die Listerien herkommen bleibt bislang unbekannt. Im Verdacht stehen fünf große Schneidemaschinen. In diesem sogenannten Hochrisikobereich seien Listerien gefunden worden, so die HNA. Möglich sei auch, dass die Keime durch Wasser in die Produkte gelangt seien. Der Brunnen, aus dem Wilke sein Wasser für die Produktion hernimmt, sei allerdings nicht verunreinigt, sagte der zuständige Veterinär Dr. Martin Rintelen.
 
Wasser sei bei Listerien generell ein Problem. Im Fall Wilke tropfe es wohl aus Rohrleitungen von der Decke und Pfützen hätten sich auf dem Boden gebildet.
 
Was sind Listerien?
Listerien sind Bakterien, die zu Durchfall und Fieber führen können. Bei gesunden Personen sind diese unbedenklich und würden lediglich grippeähnliche Symptome auslösen. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Kindern, Schwangeren und älteren Menschen, können diese Bakterien allerdings lebensbedrohlich sein.

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