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Corona-Virus: Dominiks Update aus dem Krisengebiet

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"Mit fernöstlicher Gelassenheit hat das nichts mehr zu tun."

Es ist tödlich, das Corona-Virus. Und es breitet sich weiter aus. Dominik Brod war Praktikant bei Regenbogen Zwei. Inzwischen lebt er in China und arbeitet dort als Deutschlehrer. Geboren in Waibstadt im Rhein-Neckar-Kreis befindet er sich nun mitten im Krisengebiet. Wir haben ihn gefragt, wie die Lage in China ist und was sich verändert hat.

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Arbeitest du wieder?
Moment ist es in China so, dass jede Provinz beschlossen hat, die Urlaubszeit zu verlängern. Das ist von Provinz zu Provinz verschieden. Bei mir in Shandong ist es so, dass die Urlaubszeit bis zum 9. Februar verlängert wurde. Normalerweise wäre die Arbeit jetzt am 31. Januar wieder losgegangen.

 
Wie ist die aktuelle Lage in der Öffentlichkeit?
Einige Buslinien fahren nicht mehr, es ist schwierig an Tickets zu kommen und es ist mittlerweile auch so, dass alle Einkaufszentren geschlossen sind. Also die einzigen Geschäfte die hier noch auf haben sind Supermärkte damit die Leute ihre Lebensmittel bekommen, aber irgendwelche Kaufhäuser, ob jetzt Kleider, Schuhe, Elektronik, etc. die bleiben auf unbestimmte Zeit geschlossen.
 
Wie reagieren deine Mitmenschen in China auf die Nachrichten?
Das chinesische Fernsehen berichtet gerade, dass in Hubei - also die Provinz, in der auch der eigentliche Krisenherd Wuhan liegt - jetzt plant mit Helikoptern Medizin über das ganze Land zu versprühen. Deshalb haben vor allem die Bauern jetzt etwas Panik bekommen und sie haben ihre Ernte eingeholt , weil sie Angst haben, dass diese von diesen Medikamenten Schaden nimmt.

 

 
Das klingt nach viel Stress für die Bewohner. Merkt man ihnen eine Unruhe an?
Das merkt man unmittelbar, wenn man dann draußen ist. Also in den Einkaufszentren ist es inzwischen so, dass man schon eine Ungeduld merkt und auch eine unglaubliche Gereiztheit der Leute. Also wenn die Leute in diesen endlosen Schlagen anstehen, dann gibt es Menschen, die drängeln sich vor, dann wird rumgeschrien, dann wird rumgeflucht und sich gegenseitig beleidigt. Also mit fernöstlicher Gelassenheit hat das nichts mehr zu tun, aber es sind halt auch nur Menschen.

 

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