Corona

Corona und Influenza - So unterscheiden sich die beiden Viren

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Das neuartige Corona-Virus breitet sich auch in Baden-Württemberg weiter aus. Oft wird das COVID-19-Virus mit der Grippe (Influenza) verglichen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nun die wichtigsten Gemeinsamkeiten, aber auch die vielen Unterscheide der beiden Viren hervorgehoben.

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Gemeinsamkeiten:

  • Ein ähnlicher Krankheitsverlauf, beide verursachen Atemwegserkrankungen und können asymptomatisch aber auch tödlich verlaufen.
  • Beide Viren werden durch Kontakt, Tröpfchen und Fomiten übertragen. Infolgedessen sind die gleichen Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit wie Händehygiene und eine gute Atemetikette (Husten in den Ellbogen oder in ein Gewebe und sofortige Entsorgung des Gewebes) wichtige Maßnahmen, die alle zur Verhinderung einer Infektion ergreifen können.

Unterschiede:

  • Die Übertragungsgeschwindigkeit der beiden Krankheiten unterscheidet sich. Bei der Influenza ist die Zeit von der Infektion bis zum Auftreten der Symptome kürzer als beim COVID-19-Virus. Die Zeit zwischen den Aufeinanderfolgenden Fällen ist bei der Influenza 3 Tage, beim COVID-19-Virus 5 bis 6 Tage. Das bedeutet, dass die Influenza sich schneller ausbreitet als das Corona-Virus.
  • Die Übertragung in den ersten drei bis fünf Krankheitstagen vor dem Auftreten der Symptome ist ausschlaggebend für die Ausbreitung der Krankheit. Menschen, die die Symptome noch nicht bemerken können das Virus unbemerkt auf andere übertragen. Die Influenza wird in dieser Zeit schnell übertragen, beim COVID-19-Virus sind Übertragungen in den 24 bis 48 Stunden vor dem Auftreten der Symptome zwar bekannt, scheinen aber für die Übertragung keine sehr wichtige Rolle zu spielen.
  • Die Reproduktionszahl - die Anzahl der Sekundärinfektionen, die von einem infizierten Individuum erzeugt werden - liegt beim COVID-19-Virus zwischen 2 und 2,5 und damit höher als bei der Influenza. Dies ist allerdings nur eine Schätzung der WHO, die kontextabhängigi ist.

 

  • Für das COVID-19-Virus weisen erste Daten darauf hin, dass Kinder weniger betroffen sind als Erwachsene und dass die klinischen Angriffsraten in der Altersgruppe 0-19 niedrig sind.
  • Bisherige Daten für COVID-19 deuten darauf hin, dass 80% der Infektionen mild oder asymptomatisch sind, 15% schwere Infektionen, die Sauerstoff erfordern, und 5% kritische Infektionen, die eine Beatmung erfordern. Diese Anteile schwerer und kritischer Infektionen wären höher als bei Influenza-Infektionen.
  • Am stärksten gefährdet sind Kinder, schwangere Frauen, ältere Menschen, Personen mit chronischen Grunderkrankungen und Personen, die immunsupprimiert sind. Für COVID-19 ist das derzeitige Verständnis, dass älteres Alter und zugrunde liegende Bedingungen das Risiko für schwere Infektionen erhöhen.
  • Bei saisonaler Influenza liegt die Mortalität normalerweise deutlich unter 0,1%, bei Corona hingegen liegt die Mortalität zwischen 3-4%. Die Sterblichkeit wird jedoch in hohem Maße vom Zugang zu und der Qualität der Gesundheitsversorgung bestimmt.
     

 

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