Corona

Jetzt doch? WHO rät von Ibuprofen bei Corona-Verdacht ab.

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Bei Einnahme ohne ärztlichen Rat

Die Ereignisse in dieser "dynamischen Lage" in Zeiten der Corona-Krise überschlagen sich momentan. Im März kursierte eine Sprachnachricht, die davor gewarnt hat, Ibuprofen bei Corona-Verdacht einzunehmen. Dabei wurde sich auf die Medizinische Universität Wien bezogen, die das jedoch dementierten und als Fake-News bezeichnete. Jetzt meldet sich die Weltgesundheitsorganisation WHO und warnt tatsächlich, das Schmerzmittel bei einer möglichen Corona-Infektion einzunehmen und stattdessen auf andere Medikamente zurückzugreifen.

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Vorausgegangen war dieser Meldung im März der französische Gesundheitsminister, der in einem Tweet vor Entzündungshemmern wie Ibuprofen warnte. Der nationale Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon hatte sich wenig später ähnlich dazu geäußert und von der Einnahme von "nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAR)" abgeraten. Zu dieser Wirkstoffgruppe zählen neben auch Acetylsalicylsäure (ASS; Aspirin) und Diclofenac. Zwar gibt es in dem Fachmagazin "Lancet" einen Artikel, in dem eine Nebenwirkung von Ibuprofen erwähnt wird, jedoch sei die Fallzahl dieser Studie sehr gering.
 

Jetzt warnt die WHO

Wie es seitens der Weltgesundheitsorganisation durch Sprecher Christian Lindmeier heißt, gebe zwar keine neuen Studien, aus denen hervorgehe, dass Ibuprofen für eine höhere Sterblichkeitsrate durch COVID-19 verursache, allerdings prüfen die Experten die Lage zur Zeit. Es heißt weiter:  "Wir raten, im Verdachtsfall Paracetamol und nicht Ibuprofen einzunehmen." Dies beziehe sich ausschließlich auf die Einnahme ohne ärztlichen Rat, betonte Lindmeier in Genf.

Was sind die Alternativen?

Die WHO durch Christian Lindmeier rät, statt Ibuprofen lieber Paracetamot einzunehmen. Wie erwähnt, bezieht sich das auf die Einnahme ohne ärztlichen Rat. Genaue Untersuchungsergebnisse folgen nach weiteren Studien durch Experten zu diesem Thema.
 

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