Corona

Nachbarschaftshilfe: Das sollten Hilfesuchende und Hilfsorganisationen beachten

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Das rät das Landeskriminalamt Baden-Württemberg

In Corona-Zeiten sind wir als Gesellschaft besonders auf Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe angewiesen. Neben den zahlreichen positiven Entwicklungen und Gründungen von Nachbarschaftshilfen in Baden und der Pfalz gibt es allerdings auch Menschen, die die aktuelle Notlage anderer ausnutzen. Daher gilt es für Hilfesuchende und Hilfsorganisationen folgende Tipps zu beachten.

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Tipps für Hilfesuchende

  • Wenden Sie sich an vertrauensvolle Ansprechpartner: Entweder Menschen, die sie bereits persönlich kennen oder organisierte Hilfe zum Beispiel über die Kommunalverwaltung,
    über das DRK, die Kirchen und andere Hilfsorganisationen. Diese Stellen können sie mit einem Helfenden in Kontakt bringen.
  • Vermeiden Sie bei den Übergaben der Einkäufe persönlichen Kontakt, sondern lassen Sie die Einkäufe abstellen.
  • Klären Sie den Vorgang der Bezahlung vorab. Geben Sie keine EC- oder Kreditkarten raus. 
  • Bevor Sie Ihre Haus- oder Wohnungstür öffnen: Überprüfen Sie über die Sprechanlage, mit vorgelegtem Sperrriegel oder über ein Fenster, dass es sich um die angekündigte Hilfe handelt. 
  • Ziehen Sie andere Nachbarn hinzu, sollten Sie sich unsicher fühlen
  • Nehmen Sie keine Hilfe von Fremden an, die sich unaufgefordert an Sie wenden.
  • Kaufen Sie nichts an der Haustür, das gilt auch für Schutzkleidung und Desinfektionsmittel. Seien Sie misstrauisch bei verlockenden Angeboten im Internet.
  • Sprechen Sie nicht über Ihre finanziellen Verhältnisse
  • Melden Sie verdächtige Vorfälle unverzüglich bei der Polizei über den Notruf 110.

Tipps für Hilfsorganisation

  • Schaffen Sie eine offizielle zentrale Anlaufstelle für Helfende und Hilfesuchende, z,B. über Kommunalverwaltungen, Kirchengemeinden oder andere Hilfsorganisationen.
  • Sammeln Sie unter Berücksichtigung der datenschutzrechtlichen Regelungen die Kontaktdaten und dokumentieren Sie ggf. die Hilfsdienste. Dies dient auch dazu, bei Fragen oder Unklarheiten später Hilfsleistungen nachvollziehen zu können.
  • Helfende sollten verpflichtet werden die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Distanzabstände und Hygieneregeln einzuhalten.
  • Klären Sie Hilfesuchende darüber auf, wer sie aufsuchen wird. Helfende sollten sich unaufgefordert ausweisen.
  • Regeln Sie Zahlungsmodalitäten vorab, sodass klare Handlungsschritte vorgegeben sind. 
  •  Hilgesuchenden sollten informiert werden, dass keine Gebühren für Hilfsdienste anfallen. 
  • Bei verdächtigen Vorfällen wenden Sie sich bitte direkt an Ihre örtliche Polizeidienststelle.
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