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„Fahrrad-Boom“: Sind Fahrräder das neue Klopapier?

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"Vor der Tür gibt es ununterbrochen eine Schlange von 50 Metern."

Besuche im Kino fallen aus, Restaurants und Cafés haben geschlossen und in den Urlaub geht es dieses Jahr auch nicht. Neben dem Spazieren ist das Fahrradfahren die einzige Möglichkeit seine Freizeit im Freien zu verbringen. Das führt dazu, dass bundesweit der Andrang auf Fahrradläden immer größer wird und es zu einem regelrechten „Boom“ kommt.

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Andreas Sündermann ist Verkaufsleiter bei Fahrrad XXL Kalker in Ludwigshafen und kann den Ansturm auf Fahrradläden nur bestätigen. „Der Andrang in den letzten drei Wochen war so enorm, dass wir teilweise nicht mehr hinterhergekommen sind.“, erzählt der Verkaufsleiter.

„Wir haben uns sehr über den Andrang gefreut. Wir hatten vier Wochen geschlossen. Da ist der Umsatz komplett weggefallen. Das konnten wir in den letzten drei Wochen komplett wieder aufholen.“

Zurzeit werden auch Zweirad-Mechaniker gesucht, die bei der Montage helfen. Das sei aber nicht so einfach, wie Andreas Sündermann erzählt: „In den letzten Jahren wurde wenig ausgebildet.“

Man verzichtet auf öffentliche Verkehrsmittel
Er selbst sieht die Corona-Krise und das schöne Wetter als den Grund für den „Boom“. Für viele Leute sind die Freizeitmöglichkeiten und der Urlaub weggefallen. Da bleibt nur noch das Fahrradfahren, um Zeit in der Natur zu verbringen. Hinzu komme noch, dass viele nicht mehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren wollen, sondern dafür lieber aufs Fahrrad steigen, sagte Andreas Sündermann.

Ware ist genug da
Die meisten Kunden kauften in den letzten Tagen viel aus dem Bereich Mountainbike, Kinderfahrräder und vor allem E-Bikes. Ware sei genug da, meinte der Verkaufsleiter, diese müsse jedoch sortiert werden. Da hinterherzukommen, ist momentan schwierig. Viele Modelle und Hersteller seien bereits ausverkauft. Da könne man auch nicht mehr nachbestellen. Wer sich vor dem Besuch bei Fahrrad XXL Kalker zu der Verfügbarkeit eines bestimmten Modelles informieren möchte, kann das auf deren Homepage machen.

50 Meter Schlangen vor der Tür
Trotz der relativ großen Verkaufsfläche gibt es Eingangsbeschränkungen. Es werden immer nur 50 bis 60 Kunden gleichzeitig auf die 4000 qm große Verkaufsfläche gelassen. Es gebe ununterbrochen eine Schlange von 50 Metern vor der Tür, erzählt Andreas Sündermann, diese könne man aber gut abarbeiten. Insgesamt verhalten sich die Kunden recht verantwortungsbewusst.
 

 

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