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Gefahren beim Baden in Flüssen und Kanälen

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Flüsse und Kanäle sind Deutschlands gefährlichste Badestellen

Gerade zu Corona-Zeiten, in denen Bademöglichkeiten beschränkt sind und umständliche Abstands- und Hygieneverordnungen eingehalten werden müssen, zieht es viele Menschen zum Abkühlen an nahgelegene Flüsse. Doch wie sicher sind Rhein, Neckar und Co. zum Baden?

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Jährlich ertrinken die meisten Menschen in Fließgewässern.

Grundsätzlich sollte man immer langsam ins Wasser gehen, um seinen Körper an den Temperaturunterschied zu gewöhnen. Gerade wenn es draußen sehr warm ist, ist die Differenz zwischen Außen- und Wassertemperatur relativ hoch. Wenn daher schnell ins Wasser gegangen oder sogar gesprungen wird, kann das belastend für den Kreislauf sein und im schlimmsten Fall, zum sofortigen Herzstillstand führen.  

Eine weitere Gefahr, vor allem für unerfahrene Schwimmer, sind Strömungen und Strudel. Diese sind oftmals an der Oberfläche nicht erkennbar und werden daher unterschätzt. Bereits leichte Strömungen können selbst gut trainierte Schwimmer mitreißen und es schwer machen, dagegen an zu schwimmen. Daher sollte immer mit der Strömung geschwommen werden. 

Besondere Vorsicht ist an Flüssen mit hohem Berufsschiffverkehr geboten. Die Riesen verdrängen mehr als zwei Millionen Liter Wasser und sorgen damit für teilweise hohe Wellen, starken Sog und Strömungen. Durch die enormen Wasserbewegungen können schlechte Schwimmer in Gefahr geraten und selbst am Ufer spielende Kinder, ins Flussinnere gezogen werden. Zudem haben Berufsschiffe aufgrund ihrer Masse und Geschwindigkeit lange Bremswege und einen großen toten Winkel. Deswegen gilt die Regel nicht an Schiffsanlagestellen, Brücken oder Schleusen zu baden

Besondere Gefahren herrschen auch bei Niedrigwasser. Oftmals wird angenommen, dass je niedriger der Wasserstand ist, desto sicherer es ist baden zu gehen, ein Trugschluss. Die Fließgeschwindigkeit kann in einigen Fällen sogar zunehmen und Vertiefungen und Löcher im Flussbett können leicht übersehen werden, gerade für spielende Kinder eine große Gefahr. 

Sehr gefährlich sind außerdem Rettungsversuche. Wenn eine Person, die eindeutig in Not zu scheinen ist, gesichtet wird, sollte sofort der Rettungsdienst (112) gerufen werden. Der Retter muss zudem situationsbedingt entscheiden, ob er Hilfsmittel zuwerfen kann oder ins flache Wasser gehen will. Von einer schwimmerischen Rettung ist abzuraten und nur die allerletzte Option. Oftmals sind schon Personen, die einen Ertrinkenden retten wollten, selbst ertrunken. Die Eigensicherheit geht vor.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft rät außerdem davon ab, von Brücken ins Wasser zu springen, da die Wassertiefe häufig nicht ausreichend ist.

Aus diesen Gefahren ist vom Baden in Flüssen oder Kanälen eindeutig abzuraten und Freibäder oder Badeseen sollten bevorzugt werden. 

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