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Sporttrend Fitnesstracker: Wie gut sind die beliebten Gadgets?

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Fast jeder Fünfte trägt eine Smartwatch oder Fitnesstracker

Es gibt sie in allen Preisklassen und Farben, der Fitness- und Lifestyletrend der letzten Jahren: Fitnesstracker. Hersteller werben mit unzähligen Funktionen, die den Alltag und das Training effektiver und sportlicher machen sollen. Doch wie genau sind die erhobenen Daten und was passiert mit ihnen?

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Viele Funktionen, doch ungenauer als die meisten denken 

Smartwatches oder Fitnesstracker, im Oberbegriff „ wearables“ genannt, können durch unzählige Funktionen sport- und gesundheitsrelevante Daten aufzeichnen und analysieren. Die Geräte messen an ihrer Unterseite durch den Kontakt zur Haut, kontinuierlich Körperfunktionen wie den Puls oder den Kalorienverbrauch. Das Training selbst, dessen Länge und Intensität, Schlaf, Flüssigkeitszufuhr, verbrannten Kalorien, gelaufene Schritte und vieles mehr kann getrackt werden und im Anschluss, meist über eine App auf dem Smartphone, analysiert und verbessert werden. Durch diese Funktionen wurden Fitnesstracker in den letzten Jahren immer beliebter und viele Hobby- sowie Profisportler nutzen sie täglich. 

Im neusten Produkttest der Stiftung Warentest wurden nur drei von 25 Fitnesstrackern mit der Note gut ausgezeichnet. Vor allem die teureren Modelle überzeugten im Test. Alle anderen Modelle schienen die Fitnessdaten eher zu schätzen, als zu messen

Besonders in der Pulsmessungen gab es sehr große Abweichungen bis zu 50 Prozent. In einem Extremfall zeigte eine Uhr im Praxistest einen Puls von 110 an, obwohl er bei genauer Messung bei 184 lag. 

Auch bei der Streckenmessung ist noch Verbesserungsbedarf. In der Praxis lag hier die Differenz bei knapp 40 Prozent. Experten empfehlen daher, immer ein Smartphone mit GPS Funktion unterstützend mitzunehmen. 

Weitere starke Abweichungen gibt es bei dem Kalorienverbrauch. Die meisten Modelle berücksichtigen zwar Faktoren wie dem Alter, Geschlecht, Größe und Gewicht und errechnen dadurch einen ungefähren Kalorienverbrauch, andere wichtige Werte wie der relative Anteil von Muskeln und Fett werden aber außer Acht gelassen. Genaue Zahlen können somit nicht gegeben werden. 

In Bezug auf die Genauigkeit der Daten, ist daher bei den allermeisten Herstellern noch viel Luft nach oben. Daher sollten Fitnesstracker und Smartwatches nie zu medizinischen Zwecken verwendet werden. Die Nutzer sollten auf ihren eigenen Körper hören und bei Bedarf den Puls beispielsweise selbst messen

Datenschutz: Alle Hersteller nur befriedigend oder ausreichend 

Der nachlässige Datenschutz ist bei allen Herstellern zu bemängeln. Die Daten der Nutzer werden nicht auf dem Gerät selbst, sondern auf Servern der Hersteller gespeichert. Der Kunde hat somit keinen Einfluss, was mit seinen Daten geschieht. 

Die gespeicherten Informationen geben einen guten und genauen Einblick in das alltägliche Verhalten und den Gesundheitszustand des Nutzers. Bei GPS Verwendung kann zudem ein Bewegungsbild erstellt werden. Diese Daten werden vom Hersteller anonymisiert und für Werbezwecke weitergegeben. 

Aktuell gibt es noch keine Möglichkeit als Nutzer seine Daten zu schützen oder nachträglich zu löschen. 

Trotz Ungenauigkeit empfehlenswert 

Obwohl viele Fitnesstracker und Smartwatches ungenau sind und nicht für medizinische Zwecke verwendet werden können, können sie für viele Verbraucher von Nutzen sein. In erster Linie geht es darum, den sportlichen Fortschritt zu dokumentieren und im Alltag zu mehr Bewegung motivieren.

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