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Flug gestrichen? Kein Problem. So kriegst du dein Geld zurück!

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Corona-Krise führt zu erhöhten Beschwerden!

Mit der bestehenden, unberechenbaren Situation durch die globale Pandemie, in der wir uns befinden, können viele Betriebe und Industrien ihrer Arbeit nur eingeschränkt nachgehen. So auch zahlreiche Fluggesellschaften. Obwohl diese nun wieder mehr und mehr Flüge anbieten, kommt es trotz allem zu häufigen Ausfällen. In solchen Fällen haben Kunden das Recht ihr Geld zurück zu verlangen: Aber wie genau geht das und was kann ich tun, wenn niemand reagiert?

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Die allgemeine rechtliche Situation ist folgende: Kunden von Airlines haben dank der Europäischen Fluggastrechteverordnung Anspruch auf eine Rückerstattung ihres Ticketpreises binnen sieben Tagen. Egal ob der Flug wegen Unterbesetzung oder des Corona-Virus gestrichen wird. Diese Verordnung sieht vor, dass die Rückzahlung auch ohne aktives Einmischen des Passagiers durch die Fluggesellschaft passiert. Ist dem nicht so gibt es folgende Schritte denen man folgen kann:

1. Nimm direkten Kontakt auf

Solltest du dein Geld binnen der genannten sieben Tage nicht zurückbekommen, lohnt es sich zunächst ein Einwurf-Einschreiben an deine Fluggesellschaft zu schicken und sie über deine Situation in Kenntnis zu setzen. Gib am besten eine feste Frist in deiner Nachricht an, z.B. zwei Wochen, innerhalb der du eine Reaktion erwartest.

2. Wende dich an eine Schlichtungsstelle

Folgt nun wieder keine Reaktion, kannst du erste rechtliche Schritte einleiten.
Zwar scheuen viele diese direkte Konfrontation, vor allem, da die Situation durch Corona ja nun wirklich schwierig für Airlines ist, doch es gibt auch weniger drastische Maßnahmen. Nicht jeder Weg muss sofort ins Gericht führen! 

Die Verbraucherzentrale deines Bundeslandes oder die SÖP (Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr) können dir zum Beispiel helfen diesen Kampf außergerichtlich austzutragen. Dieser Service ist für dich kostenfrei und führt meist schneller zu einer Einigung.

Die Hauptproblematik, die Schlichtungsstellen im Moment wahrnehmen, ist, dass viele Airlines ihren Kunden zunächst ausschließlich Gutscheine ausschreiben wollen oder die Rückerstattung im Allgemeinen ins Unermessliche hinauszögern. Dies führte zu der zuletzt erhöhten Anzahl an Beschwerden.

3. Hol dir dein Geld über die Bank zurück

Eine weitere Möglichkeit an sein Geld zu gelangen ist es über das zuständige Geldinstitut zurückzufordern oder den Fluggesellschaften auf diesem Wege eine Mahnung zukommen zu lassen. Hierbei zu beachten sind die stets unterschiedlichen Fristen verschiedener Banken. Auch muss das Ticket mit einer Kreditkarte bezahlt worden sein, um es auf diesem Wege zurückfordern zu können!

4. Meide Gutscheine und co.

Auch wenn es wie ein ganz guter Kompromiss erscheint: Gutscheine anzunehmen birgt ein gewisses Risiko! 
Sollte deine Fluggesellschaft pleite gehen, was bei der Betrachtung aktueller Entwicklungen gar nicht so weit hergeholt scheint, gehst du leer aus!
Denn die Wahrscheinlichkeit dein Geld dann noch zurück zu kriegen ist sehr gering.

Warum dauert das Ganze denn überhaupt so lange?

Durch die Verluste, die sämtliche Airlines dank der Corona Pandemie einstecken mussten, ist die Zahlungsfähigkeit vieler Airlines stark eingeschränkt. Hinzu kommt die immer größer werdende Menge an zu erstattenden Tickets, die auf eine durch Kurzarbeit und Homeoffice kleiner werdende Gruppe an Angestellten trifft. Auch die rechtliche Debatte darüber, ob Gutscheine eine akzeptable und legale Alternative für Fluggesellschaften sind, hat viel Zeit in Anspruch genommen. So schiebt sich immer wieder alles zeitlich weiter nach hinten. Es scheint, dass unsere Fluggesellschaften einfach maßlos überfordert sind.

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