Magazin

Heizstrahler & Co.: Eine gute Idee für die kalte Corona-Jahreszeit?

Anzeige

Draußen bleiben und trotzdem nicht frieren?

Die Gastronomie ist im Moment am Grübeln: Wie kann sie das Draußen-Sitzen auch für die kalte Jahreszeit möglich machen und für Gäste attraktiv gestalten?  Schließlich steigt die Corona-Infektionsgefahr im Innenbereich drastisch und viele Sitzmöglichkeiten würden beim alleinigen Innenbetrieb verloren gehen. Nun beginnen auch private Haushalte nach Alternativen zu suchen, die ihnen ein Treffen mit Freunden im Freien, bei jedem Wetter, ermöglichen können. Doch sind solche Alternativen tatsächlich eine gute Idee?

Anzeige

Der Heizstrahler für die Terrasse oder den Außenbereich ist ein viel diskutiertes Thema. Zum einen soll er uns die Möglichkeit geben selbst zu entscheiden, wann der gemütliche Garten-Abend vorüber ist. Zum anderen ist sein Energieverbrauch immens und um eine angenehm gleichmäßige Temperatur zu schaffen ist es mit einem von ihnen wohl nicht getan. Aber was für Alternativen gibt es? Und warum sollte man von Heizpilzen, Infrarotstrahlern und co. lieber absehen?

Vor- und Nachteile von elektrischen Heizsystemen und Gas-Lösungen

Jeder von uns hat sie schonmal gesehen. Ob auf Weihnachtsmärkten, einer Geburtstagsfeier oder auf dem Balkon eines Bekannten. Heizstrahler (elektrisch) und Heizpilze (gasbetrieben) erobern mehr und mehr den Markt und lassen uns die "Terrassensaison" soweit verlängern, wie wir es wünschen. Einen großen und nicht zu unterschätzenden Nachteil haben sie jedoch alle.

Sie brauchen sehr viel Energie. Das bedeutet einen immensen Verbrauch und hohe Kosten!

Zur Veranschaulichung ein kurzes Beispiel: Die Leistung der meisten gängigen Heizpilze beträgt zwischen 10 bis 14 Kilowatt. Mit dieser Menge an Energie könnte man eine Wohnfläche von 150 m2 beheizen! Der Heizpilz schafft hingegen nur einen kleinsten Flächenteil davon und heizt unterschiedlich stark. Die Wärme kann sich also nicht gleichmäßig ausbreiten.
Natürlich steht dem der Vorteil eines erwärmten Außenbereiches gegenüber, doch betrachtet man zusätzlich den durchschnittlichen Kohlendioxid-Ausstoß, der aus allein einer benötigten Propangasflasche hervorgeht, ist dieser auch ganz schnell vergessen. Pro Flasche (also pro 10 Stunden Heizzeit) werden 33 kg Kohlendioxid in die Luft freigesetzt. Schädlich für die Umwelt sind die kleinen Heizpilze also auch!

Infrarotstrahler sind sogar noch umweltschädlicher. Bei ihnen ist der CO2-Ausstoß viermal so hoch!

Jetzt denken sich viele bestimmt: Na dann drehe ich meinen Heizer eben gar nicht erst so hoch auf! Das ist natürlich eine Alternative, doch diese verfehlt ihre Wirkung. Denn erst bei hoher Stufe erreichen die Heizgeräte eine tatsächliche Temperaturerhöhung.

Als weitere Vorteile könnten die Flexibilität in der Platzierung und die Einfachheit der Bedienung gesehen werden, doch auch diese können gegen das immense Maß an Nachteilen nicht wirklich ankommen.

Welche Alternativen gibt es?

Feuerschalen, ein ganzer Feuerplatz oder ein Feuerkorb scheinen zunächst eine sehr gute Alternative zu sein. Sie sind natürlich, verbrauchen keine unnötige Energie und schaffen einfach ein schönes Ambiente. Doch auch hier ist Vorsicht geboten! 

Ein offenes Feuer birgt, offensichtlich, an sich schon Gefahren, kann aber auch Nachbarn durch Geruch und Feinstaub belasten. Wenn ihr euch also dafür entscheidet, stellt sicher, dass niemand allzu sehr betroffen ist und sucht euch eine sichere Stelle aus. 
Beachtet ebenfalls, dass Holz, der EINE CO2-neutrale Brennstoff, auch nur begrenzt verfügbar ist und wir auch mit diesem einen nachhaltigeren Umgang anstreben sollten!

Zwar ist die Wärmeabstrahlung bei einem einfache Lagerfeuer nicht immens, doch sitzt man nah genug kann es den Abend schon um ein paar Stunden verlängern!

Ansonsten bleibt uns wohl nur die dicken Pullis und Wolldecken auszupacken und es uns bequem zu machen. Eingemummelt zu sein und mit den Liebsten zu lachen ist schließlich nicht die schlechteste Vorstellung und unsere Umwelt dankt es uns!

Anzeige