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Pandemiestufe 3: Das gilt jetzt für Baden-Württemberg

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Weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sollen von Montag an gelten.

Wegen des starken Anstiegs der Infektionszahlen ruft die Landesregierung von Baden-Württemberg die höchste Corona-Alarmstufe aus. Das teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Samstag nach einer außerordentlichen Kabinettssitzung mit.

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In seiner Ansprache appelliert Ministerpräsident Winfried Kretschmann an alle:

Die zweite Welle der Pandemie trifft uns gerade mit voller Wucht […] Dieser Schritt ist notwendig, weil die Infektionszahlen exponentiell ansteigen […] Inzwischen reißen 13 Stadt- und Landkreise die kritische Marke von 50 Infektionen auf 100.000 Einwohner pro Woche und 11 weitere überschreiten die Warnstufe von 35. Und jeden Tag werden weitere Stadt- und Landkreise die kritischen Marken reißen […] Damals ist es knapp gelungen, die Ausbreitung rechtzeitig zu stoppen. Das kann uns auch heute wieder gelingen. Doch dazu müssen jetzt wirklich alle mitmachen und ihr Verhalten schnell und entschlossen ändern […] Der Staat allein kann das Virus nicht stoppen. Ob wir es noch hinbekommen, die zweite Welle zu brechen, hängt von Ihnen ab, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Das bedeutet die Ausrufung der dritten Pandemiestufe

Ab Montag gelten in ganz Baden-Württemberg folgende Maßnahmen:

  • Es muss eine Mund-Nasen-Bedeckung in Fußgängerzonen und öffentlichen Einrichtungen sowie öffentlich zugänglichen Bereichen im Freien (wenn Mindestabstand nicht möglich ist) getragen werden.
  • Das private Zusammentreffen von Personen wird auf max. 10 Personen oder zwei Hausstände begrenzt.
  • Die Teilnehmerzahl für Veranstaltungen wird auf 100 begrenzt. An Veranstaltungen in Kunst- und Kultureinrichtungen sowie in Kinos können bis zu 500 Personen teilnehmen, wenn hierfür ein entsprechendes Hygienekonzept vorliegt, das mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgestimmt ist.

Weitere Maßnahmen an zentralen Stellen:

  • Kliniken und Teststellen: Weil ein höheres Patientenaufkommen in Kliniken erwartet wird, sollen diese alle nicht unbedingt notwendigen Behandlungen stufenweise runterfahren. Dafür sollen aber wieder mehr Fieber-Ambulanzen und Teststellen in besonders betroffenen Regionen hochgefahren werden.
  • Telemedizin: Um Kontakte in Arztpraxen zu vermeiden, sollen telemedizinische Behandlungsmöglichkeiten (auch Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen) ausgeweitet werden.
  • Schulen: Alle Schüler ab der 5. Klasse müssen auch im Unterricht eine Mund- Nasen-Bedeckung tragen. Das gilt auch an Hochschulen.
  • Kitas: Eine Konsequente Distanz bei der Gruppenbildung ist zu beachten.

In Risikogebieten kann lokal entschieden werden, ob man diese Maßnahmen noch weiter verschärft. Die Landesregierung bittet dringend darum, sich weiter an die Hygieneregeln zu halten, oft zu lüften und nicht zu verreisen. Ein explizites Reiseverbot gibt es aber nicht.

 

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