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Zum Jahreswechsel: Das wird sich ab 2021 ändern!

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Höherer Mindestlohn, Steuerentlastungen und mehr Klimaschutz!

Das in vielerlei Hinsicht außergewöhnliche Jahr 2020 neigt sich dem Ende entgegen. Viele Themen werden uns zwar auch im neuen Jahr weiter beschäftigen und einiges wird uns auch noch eine Weile begleiten. Doch es gibt jetzt schon einige Gesetze und Beschlüsse, die sich im kommenden Jahr für jeden von uns ändern werden. Die wichtigsten Änderungen haben wir hier für dich zusammengefasst.

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Höherer Mindestlohn und Homeoffice-Pauschale

Der Mindestlohn wird 2021 um weitere 15 Cent steigen und beträgt dann 9,50 Euro pro Stunde. Dies ist der erste Schritt einer Anhebung in vier Stufen, bei der bis zum Sommer 2022 ein Mindestlohn von 10,45 Euro pro Stunde gelten soll.

Außerdem werden im kommenden Jahr einige Branchenmindestlöhne, darunter die für das Elektrohandwerk und die Dachdeckerbranche, angehoben. Eine komplette Übersicht über aktuell geltende Branchenmindestlöhne findest du beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Außerdem sollen in Zukunft auch Arbeitnehmer, die im Homeoffice arbeiten aber kein eigenes Arbeitszimmer besitzen, das sie steuerlich absetzen könnten, eine Homeoffice-Pauschale steuerlich geltend machen können. Dabei sollen Arbeitnehmer für jeden Arbeitstag zuhause einen Betrag von 5 Euro, höchstens allerdings 600 Euro im Jahr abziehen können. Diese Regelung soll zunächst nur für zwei Jahre und für Tage im Homeoffice nach dem 31. Dezember 2019 und vor dem 1. Januar 2022 gelten.

Finanzielle Entlastungen und Zuschüsse

Der Solidaritätszuschlag soll für die meisten Bürgerinnen und Bürger abgeschafft werden. Bis zu einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 61.717 Euro soll ab 1. Januar 2021 kein Solidaritätszuschlag mehr anfallen.

Für Familien soll außerdem für weitere finanzielle Entlastung gesorgt werden. So erhalten Eltern für die ersten beiden Kinder mit jeweils 219 Euro je 15 Euro mehr Kindergeld im Monat. Für das dritte Kind steigt die Unterstützung auf 225 Euro, ab dem Vierten sogar auf 250 Euro. Im Übrigen soll auch der Kinderfreibetrag der Eltern auf 8.388 Euro angehoben werden.

Wer sich neben der Rente noch etwas hinzuverdienen möchte, soll ebenfalls weiter entlastet werden. Die Anhebung der Hinzuverdienstgrenze bei vorgezogener Altersrente auf 44.590 Euro in 2020 gilt nun sogar bis Ende 2021.

CO2-Abgabe und Klimaschutz

Für 2021 wurden auch für den Klimaschutz neue Maßnahmen getroffen. Allen voran soll ab dem kommenden Jahr die CO2-Abgabe eingeführt werden. Der Preis pro Tonne CO2 soll dann bei 25 Euro liegen und schrittweise weiter erhöht werden, bis der Preis pro Tonne CO2 im Jahr 2025 55 Euro betragen soll. Dadurch werden Heizöl, Erdgas und Benzin ab dem kommenden Jahr ebenfalls teurer.

Für die KfZ-Steuer sind einerseits Entlastungen, andererseits Erhöhungen vorgesehen. Für Autos die weniger als 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen, sollen die Kosten sinken. Für Autos die mehr als 195 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen, sollen die Kosten steigen. Für E-Autos sollen wie bisher auch 2021 keine KfZ-Steuern anfallen.

Daneben soll die Pendlerpauschale im kommenden Jahr erhöht werden. Ab dem 21. Kilometer soll diese auf 35 Cent steigen, wie der Bundestag bereits beschloss. Geringverdiener sollen außerdem ab dem 21. Kilometer 14 Prozent der erhöhten Pendlerpauschale erhalten.

Zu guter Letzt soll aus Umwelt- und Klimaschutzgründen ab Juli 2021 auch ein Verkaufsverbot für Wegwerfartikel aus Kunststoff gelten. Von dieser Verordnung betroffen sind auch herkömmliche Einwegprodukte wie Wattestäbchen, Einweggeschirr, oder To-Go-Becher, die aus fossilen Rohstoffen hergestellt werden.

Paketverfolgung per QR-Code

Voraussichtlich ab dem Frühjahr 2021 will auch die Post einen neuen Service anbieten. Mit QR-Codes, die seitlich an Briefmarken angebracht sind, soll man per App seine Briefe und Pakete direkt nachverfolgen können. Bei Verlust von Sendungen erhofft sich die Post dadurch schnellere und einfachere Nachforschung und möchte durch das neue Scannen statt dem Stempeln illegaler Wiederverwertung von Porto entgegenwirken.

 

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