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Entwarnung: Keine FFP2-Masken mit Chloroform im Umlauf!

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Die letzten Tage kursierte ein gefährliches Gerücht über FFP2-Masken in den sozialen Medien. Die Polizei gibt nun eine Entwarnung.

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Seit Montag gilt eine ausgeweitete Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr sowie in Geschäften. So reicht es nicht einfach irgendeinen Mundschutz zu tragen, sondern medizinische Masken sind ein Muss. Damit gemeint sind OP- oder virenfiltrierende Masken wie die FFP2-Maske
  

  
Passend zu der neuen Regelung sind plötzlich auf WhatsApp angstschürende Gerüchte kursiert. Denn in einer Sprachnachricht verbreitete ein Unbekannter eine gefährliche Falschaussage. Er sprach eine Warnung vor FFP2-Masken aus, die mit Chloroform versehen sein sollen.
 
Die angeblichen Verkäufer dieser Masken sollen in Villingen-Schwenningen um die Häuser gezogen sein, um ihre Opfer bewusstlos zu machen und letztlich deren Häuser und Wohnungen ausrauben zu können. Zumindest, wenn man den Worten des Unbekannten Glauben schenkt. 
 
Dabei beteuerte der Unbekannte den Wahrheitsgehalt seiner Worte und benutzt eine persönliche Anrede, um der Nachricht mehr Glaubhaftigkeit zu verleihen.
 
Polizei gibt Entwarnung
 
Es gibt jedoch keinen Grund zur Sorge, denn die Polizei selbst gab bekannt, dass es sich bei dieser Sprachnachricht lediglich um eine Falschaussage handelt. Es sind also keine mit Chloroform versehenen Masken im Umlauf und Türverkäufer von Masken sind der Polizei ebenso nicht bekannt. Der Zweck dieser Nachricht war lediglich Verunsicherung zu verbreiten.
 
Außerdem wirkt Chloroform gar nicht so schnell, wie es uns in Filmen oder eben auch in der Sprachnachricht vermittelt wird. Der Betäubungsstoff braucht einige Minuten bis er tatsächlich wirkt, sodass dem möglichen Opfer noch Zeit bleibt sich zu wehren oder durch Luftanhalten die erste Wirkung hinauszuzögern. Um diese aufrechtzuerhalten müsste das Chloroform auch danach kontinuierlich verabreicht werden.

Auch Gabriele Renner vom LKA in Baden-Württemberg berichtet in einem Interview:

Das Sachverhalt ist frei erfunden und basiert nicht auf  Tatsachen. Es ist eine sogenannte: Fake News. Und wir können daher eine Entwarnung geben. Tatsächlich gibt es in Baden-Württemberg kein einziger gemeldete Fall. Die Nachricht auf keinen Fall weiterleiten.  Am besten löschen. Und wenn man es besonders gut machen möchte, sollte man den Absender noch informieren, dass es sich hierbei um eine falsche Nachricht handelt. Solche Angst-Kettenbriefe zielen darauf ab Ängste und Verunsicherung zu schüren und gerade zu Corona-Zeiten sind Menschen besonders dafür anfällig. 

 

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