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Versteckte Gebühren bei der Kartenzahlung

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Welche Gebühren bei der Kontenführung anfallen

Durch Corona haben wir uns angewöhnt, vieles nur noch kontaktlos zu bezahlen. Dabei kommen jedoch versteckte Kosten, wie Girocardgebühren oder erhöhte Kontoführungskosten auf uns zu.

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Seit Beginn der Corona-Krise sind laut einem Verfahren der Bundesbank 30% der Zahlungen mit der Karte getätigt worden. Darauf haben auch viele Anbieter reagiert - beispielsweise hat der Bäcker ums Eck ein Kartenlesegerät eingeführt. Ebenfalls sind stark die Online-Buchungen angestiegen, bei der als bevorzugtes Zahlungsmittel die Kreditkarte gilt. Welche versteckte Kosten entstehen dabei?

Gebühren bei Bezahlvorgang

Je nach Kontomodell kostet jeder Bezahlvorgang mit der Karte einen Betrag. Beispielsweise die Schwäbisch Hall Crailsheim und die Raifeinsebank Wangen verlangen 50 Cent pro Bezahlung. Bei der Sparkasse Mainz und Volksbank Freiburg sind es 49 Cent. Das läppert sich, wenn man bedenkt, wie häufig wir momentan beispielsweise Lebensmittel einkaufen gehen.
Achte also auf deinen Vetrag! Wenn du einen günstigen Grundpreis hast, fallen die Kartengbühren schonmal höher aus.

Kontoführungskosten

Laut dem statistischen Bundesamt sind die Gebühren für Konten zwischen 2015 und 2019 um 25% gestiegen. Dabei werden auf eine günstige Grundgebühr eine Kontogebühr von 20% erhoben sowie eine Pauschale auf Online-Buchungen und für die Kreditkarte.
Achte also auch hier auf die Art des Vertrags.

Porto bei Kontoauszügen

Die Drucker in den Bankfilialen werden abgebaut – für diejenigen mit Onlinekonto kein Problem. Jedoch werden die Verbraucher*innen, die nicht mit Onlinebanking umgehen können, mit 80 Cent Porto auf einen Auszug belangt und sind vom Versandintervall abhängig.

Negativzinsen

Liegt dein Geld zu lange auf der Bank? Dann können Negativzinsen bis zu 0,5 Prozent/Jahr anfallen. Hast du ein Tagesgeldkonto? Dann könnte es sein, dass du ab einer Anlage von 10.000€ bereits negativ verzinst werden. 
Vermeiden kannst du dies als Neukunde, indem du mehrere Konten führst und unter den Freibeträgen bleibst. Oder du kannst dein Geld auf ein Spar- oder Festgeldkonto anlegen.

Welche Konten sind gebührenfrei?

Kompliziert erklärt und schwierig und zu finden sind die gebührenfreien Konten. Es gibt kaum Vergleichsportale und die AGBs werden so formuliert, dass Sie die Kund*innen abschrecken.

Wie reagieren Banken auf die Vorwürfe?

Die Banken rechtfertigen die erhöhten Gebühren und Preise damit, dass wir uns momentan in einer Niedrigzinsphase und einer Episode sinkender Erträge befinden. Die Reaktion auf die Negativzinsen wird so argumentiert, dass Banken ebenfalls Zinsen an die europäische Zentralbank zahlen müssen. Die Zinsen gelten jedoch eigentlich der Förderung von Kreditvergaben und verfehlen somit ihr Ziel.
Die Volksbank Stuttgart reagiert beispielsweise auf die erhöhten Kontoführungsgebühren und kostenpflichtigen Girokonten mit einem sogenannten „Hausbank-Modell“, bei dem die Kund*innen Punkte sammeln können. Je mehr Leistungen in Anspruch geommen, desto mehr Punkte können gesammelt werden.
Das bedeutet also: Je mehr du konsumierst und je abhängiger du dich von der Bank machst, desto eher wirst du für die teureren Gebühren entschädigst- und kommst wieder bei Null raus.

Informiere dich also bei deiner Bank und fordere dir mehr Transparenz ein – um so weitere Kosten zu vermeiden.

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