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Woher kommt eigentlich das Aprilwetter?

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Die letzten Tage waren wettertechnisch wild – Sonnenschein, fast 20 Grad, gefolgt von Hagel, Schnee und Minusgraden. Warum herrscht dieses Wetterchaos im April?

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Morgens saßt du noch im Shirt auf der Terasse und hast die warmen Sonnenstrahlen genossen und plötzlich fühlst du dich wie in Sibirien.  

Ursache liegt in den unterschiedlich schnellen Erwärmungen von Wasser- und Landmasse. Das Land erwärmt sich dabei um einiges schneller als Gewässer, wohingegen Meere und Ozeane die Wärme länger speichern. Gerade im Spätsommer spürt man das, wenn man in das lauwarme Wasser von Flüssen und Seen taucht, es aber abends schon fröstelig wird. Oder im Frühling, wenn in der Sonne es schon fast einen ticken zu warm ist und sobald die Sonne verdeckt wird, man schläunigst rein muss.

Der Wasserzyklus
Im Frühling entstehen also durch diese unterschiedlichen Temperaturen die sogenannten “horizontalen Temperaturunterschiede”. Wenn also eine Kaltluftmasse herbeizieht, steigert sich auf dem Weg vom Meer zu den Gebirgen die Feuchtigkeit. Durch die warme Luft der aufgeheizten Erde entsteht ein hoher Unterschied in den Temperaturen und die warme Luft kühlt beim Hochsteigen schneller ab. Der Wasserdampf kondensiert und fällt als Regen, Graupel und bis zu Schnee wieder hinab. Wenn nun die aufgestiegene Luft ersetzt wird durch wärmere Bodenluft, kommt es zu den Auflockerungen und Sonnenstunden zwischen den Schauern.  

Wenn also gegen Sommer die warmen Luftströme überwiegen, ist es vorbei mit dem Schichtenprinzip der Kleidung und der Regenschirm kann zu Hause bleiben – es gilt also: Abwarten! 
 

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