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Marder: So hältst du sie von deinem Auto fern

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Weshalb Marder Kabel durchbeißen und wie du sie davon abhälst

Wer schon einmal einen Marderschaden am Auto hatte, weiß: Die kleinen Tiere können einen echt großen Schaden anrichten! In Deutschland ist vor allem der Steinmarder als sogenannter Kulturfolger in Siedlungen unterwegs.

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Wieso sucht der Steinmarder die menschliche Nähe?

Steinmarder zählen zu den sogenannten Kulturfolgern. Die Tiere haben sich angepasst und finden in der Nähe von menschlichen Ansiedlungen günstige Lebensbedingungen. Scheunen, Dachböden und auch Autos bieten ihnen gemütliche Verstecke. Deshalb wird der Steinmarder auch oft Haus- oder Dachmarder genannt.

Wieso klettert der Steinmarder in dein Auto?

Für die kleinen Tiere bietet der Motorraum von Autos den perfekten Rückzugsort. Er bietet ihnen Schutz und nach längeren Fahrten oder dem Stehen in der Sonne angenehme Wärme. Deshalb ist es nicht ungewöhnlich, dass man bei Marderschäden auch Laub, alte Zeitungen, Haare und Federn findet. Der Marder hat schließlich versucht, sich im Motorraum eine kleine Wohnung einzurichten.

Wieso beißt der Marder Kabel durch?

Marder sind Einzelgänger. Sie markieren ihr Revier und verteidigen ihr Territorium. Hat es sich ein Marder in deinem Auto gemütlich gemacht und du parkst nun im Revier eines anderen Marders, nimmt dieser den fremden Geruch an deinem Auto wahr. Um sein Revier zu verteidigen, verwüstet er das Versteck seines Rivalen: Er zerfetzt das Versteck innerhalb des Motorraums. Und dabei zerbeißt er eben auch Kabel, Schläuche und andere Kunststoffteile.
 

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Wie kannst du dein Auto vor Mardern schützen?

Laut ADAC können sowohl Elektroschock- als auch Ultraschallgeräte vor Mardern schützen. Die Elektroschockgeräte funktionieren ähnlich wie ein Weidezaun und sollten von einer Fachkraft installiert werden. 

Ultraschallgeräte sollen Marder mit Tönen in wechselnden, für den Mensch nicht wahrnehmbaren, Frequenzen, vom Auto fernhalten. 

Die beste Möglichkeit bieten sogenannte Motorraum-Abschottungen, die es den Mardern unmöglich machen in den Motorraum zu gelangen.

Duftmarkierungen sind nahezu nutzlos. Weder der Geruch von Deodorant, WC-Spülern, Hunden oder Urin halten Marder langfristig von deinem Auto fern.

Marderbefall – was nun?

Wenn du Spuren eines Marderverbisses an deinem Auto erkennst, solltest du deinen Wagen auf jeden Fall von einer Kfz-Fachkraft überprüfen lassen. Manche Schäden, wie beispielsweise an den Bremszügen sind nicht sofort sichtbar, können aber ein sehr großes Unfallrisiko darstellen.
 

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Zudem solltest du den Motorraum gründlich reinigen lassen, damit der Geruch nicht noch mehr Marder anlockt.

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