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Was passiert bei einer klinischen Hypnose?

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Sie ist in vielen Bereichen anwendbar

Wer schon einmal eine Hypnosesitzung hatte, weiß, wie sie abläuft und dass man davor keine Angst haben muss.

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Trancezustand während der Hypnose

Der Raum, in der die Hypnosesitzung stattfindet, ist meist ein stiller, entspannender Rückzugsort. Der Therapeut oder die Therapeutin redet mit sanfter, beruhigender Stimme auf dich ein. Du hörst zu, machst das, was der Therapeut sagt. Schon bald spielen Umgebung und Zeit keine Rolle mehr für dich. Du bist in einen Trancezustand.

Was passiert im Gehirn?

Bei einer Hypnose wird die Gehirnaktivität in einen zentralen Bereich gesammelt, was zur vollsten Konzentration führt. Eigentlich haben wir mehrere Areale im Gehirn, die für bestimmte Dinge zuständig sind. Für die Hypnose sind vor allem zwei Abteilungen interessant. Eines ist ein Areal für unseren Alltags- und wissenschaftlichen Verstand, ein anderes Areal wird aktiv, wenn sich das Denken um das eigene Ich dreht. Sprich, wenn man seinen Vornamen hört oder ein Foto von sich ansieht.

Während du in Trance bist, sind beide Regionen ausgeschaltet. Wir denken nicht mehr über uns nach. Der kritische Verstand und das Ich-Bewusstsein spielen bei einer Hypnose keine Rolle. Dadurch sind der eigenen Fantasie und dem Denkprozess weniger Grenzen gesetzt. Die Areale, die für Fantasie und Gefühle zuständig sind, sind während der Hypnose nämlich stärker aktiv. Du kannst so zum Beispiel jemanden ohne Unbehagen begegnen, vor dem du immer Angst hattest. Ein weiterer Vorteil ist, dass du gespeichertes und erlerntes Schmerzempfinden verändern, lindern oder löschen kannst.

Du bist in Kontrolle

Viele haben Angst, bei einer Hypnose komplett die Kontrolle zu verlieren, Dinge zu sagen, die sie geheim halten wollen oder sich schlicht und ergreifend dem Hypnotiseur ausgeliefert fühlen. Dabei sind die Ängste völlig unbegründet. Die Hypnose funktioniert nur, wenn du dich komplett darauf einlässt. Wie tief man in Trance gelangt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Generell ähnelt sie sehr einer Meditation. Außerdem ist man in der Lage, die Sitzung jederzeit zu unterbrechen.

Breites Anwendungsspektrum

Hypnose ist in vielen Bereichen anwendbar. Gerade in der Psychotherapie kann sie den Betroffenen sehr helfen. Für Menschen mit Angststörungen, Depressionen und psychosomatischen Beschwerden kann sie als unterstützender Teil der Therapie fungieren. Aber auch bei anderen Problemen wie Suchterkrankungen, Schlafstörungen, Autoimmunerkrankungen, Tinnitus, chronische Schmerzen und bei Zahnarztbesuchen kann die Hypnose von Nutzen sein.

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