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Gefahren im Tunnel: Darauf musst du achten

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Für viele ist eine Panne im Tunnel ein reines Horror-Szenario. So auch für Sven (45) aus Kenzingen, der im Gotthard-Tunnel mit einem Motorschaden liegen geblieben ist - für ihn hat Radio Regenbogen heute die Abschleppkosten bezahlt. Wie du dich in so einer Situation verhältst und was generell im Tunnel zu beachten ist, erfährst du hier.

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Was beim Autofahren im Tunnel zu beachten ist

Generell kannst du einige Dinge beachten, damit es gar nicht erst zu gefährlichen Situationen im Tunnel kommt.

Beim Durchfahren musst du das Abblendlicht einschalten und deine Sonnenbrille, solltest du eine anhaben, abnehmen, da es im Tunnel etwas dunkler ist. Schalte das Radio ein und wähle den Verkehrsfunk. Ganz wichtig sind keine Überholaktionen zu starten! Halte dich immer an die zulässige Höchstgeschwindigkeit und den Sicherheitsabstand. Der liegt für Pkws bei 50 Meter und für Lkws bei 100 Meter. Zudem solltest du niemals im Tunnel wenden, rückwärtsfahren und nur im Notfall, wie bei einer Panne, anhalten. Achte auf deine Umgebung, also auf Ampeln, Verkehrszeichen und mögliche Anweisungen des Tunnelpersonals. Ein unterschätztes Risiko ist außerdem das Navigationsgerät. Schalte es am besten stumm, denn es kann im Tunnel den Empfang verlieren und in die Irre führen.

Was tun bei einer Panne im Tunnel?

Sobald du bemerkst, dass etwas mit deinem Auto nicht stimmt, solltest du die Warnblinkanlage einschalten. Dein Fahrzeug stellst du danach sofort in einer Pannenbucht, auf dem Standstreifen oder so nah wie möglich am rechten Fahrbahnrand ab. Aufgrund des Risikos, angefahren zu werden, solltest du dein Auto nicht schieben. Danach schaltest du den Motor aus, aber lässt den Schlüssel stecken. Beim Verlassen des Fahrzeugs ziehst du deine Warnweste an und stellst ein Warndreieck auf. Informiere die Pannenhilfe nicht über das Handy, sondern benutze dafür die Notrufstationen, die alle 150 Meter zu finden sind. So können die Helfer deinen genauen Standort ausfindig machen und die Rettungsaktion kann schneller und geregelter ablaufen.

Tipps beim Verlassen des Tunnels

Im Tunnel kann die Lage schnell unübersichtlich werden. Achte deshalb, sobald du ausgestiegen bist, auf die Fluchtschilder, um zu Notausgängen und SOS-Nischen zu gelangen. Notausgänge sind normalerweise alle 300 Meter ausfindig zu machen. Ist die Sicht aus verschiedenen Gründen eingeschränkt, gehst du dicht an der Wand entlang, um dich zu orientieren.

Weitere Gefahren im Tunnel

Eine Panne ist nicht die einzige Gefahr in einem Tunnel. Auch andere Situationen können sehr schnell bedrohlich werden.

Stau
Einen Stau im Tunnel ist äußerst unangenehm, passiert aber leider. Schalte deinen Warnblinker an und bilde vorsorglich eine Rettungsgasse. Zum Vordermann solltest du mindestens fünf Meter Abstand halten. Aufgrund der Abgase ist es wichtig, das Fenster zu schließen und die Lüftung auf Umluft zu stellen. Beim vollständigen Stillstand stellst du den Motor ab und bleibst im Fahrzeug.

Unfall
Auch hier gilt es, den Warnblinker einzuschalten. Wenn du nicht selbst betroffen bist, kontaktiere die Helfer an der Notrufstation und leiste Erste Hilfe, nachdem du dein Fahrzeug so nah wie möglich am rechten Fahrbahnrand abgestellt hast. Beachte dabei, dass der Eigenschutz an erster Stelle steht.

Feuer
Ist dein eigenes Fahrzeug betroffen, gilt es so schnell wie möglich den Warnblinker anzuschalten und, falls dies eine Option ist, aus dem Tunnel herauszufahren. Wenn nicht, musst du das Fahrzeug in einer Pannenbucht oder am rechten Fahrbahnrand abstellen, den Motor ausschalten und den Zündschlüssel stecken lassen. An der Notrufstation kannst du den Feueralarm auslösen.

Raucht ein anderes Fahrzeug, hältst du einen großen Sicherheitsabstand ein und schaltest auch hier den Warnblinker an. Es gilt das gleiche Vorgehen wie zuvor beschrieben. Ist das Feuer sehr groß, heißt es schnell den Tunnel über den nächstgelegenen Notausgang zu verlassen. Wenn es kleiner ist, kannst du versuchen es selbst zu löschen. Allgemein gilt aber eher die Devise, sich in Sicherheit zu bringen. Achte auch deshalb unbedingt auf die Lautsprecherdurchsagen des Personals.
 

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